Kommentar: Gegen ein Rauchverbot in Autos - man kann nicht alles verbieten

Contra : Gegen ein Rauchverbot im Auto mit Kindern - man kann nicht alles verbieten

Wird künftig auch das Rauchen in der heimischen Küche oder der übermäßige Verzehr von Schokolade verboten?

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich, schon immer Nichtraucherin, bin absolut dafür, jeden Menschen vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen. Die negativen Folgen auf die Gesundheit sind inzwischen ausreichend nachgewiesen. Und gerade Babys und Kindern sollte besonderer Schutz zuteil werden.

Dennoch bin ich gegen ein gesetzliches Rauchverbot im Auto. Zum einem stellt sich die Frage der Kontrolle. Der Staat kann viele Gesetze beschließen. Doch wenn er ihre Einhaltung nicht kontrolliert, werden sie ad absurdum geführt. Handys am Steuer etwa sind verboten. Ich aber sehe täglich, wie Fahrer in ihren Autos Whatsapps tippen oder mit dem Handy am Ohr über die Autobahn brausen. Zum anderen: Wird der Staat dann auch im nächsten Schritt das Rauchen in der heimischen Küche oder im Wohnzimmer verbieten? Und was ist eigentlich mit Eltern, die sich und ihre Kinder nicht gesund ernähren? Wollen wir demnächst  auch Fast Food, Coca-Cola oder Schokolade verbieten, deren Konsum in bestimmten Mengen ebenfalls gesundheitsschädlich ist?

Nein, Eltern tragen Verantwortung für ihre Kinder. Diese kann ihnen der Staat nicht durch Verbote abnehmen.

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