Kommentar: Für ein Rauchverbot im Auto mit Kindern - denn Verbote wirken

Pro : Für ein Rauchverbot im Auto mit Kindern - denn Verbote wirken

Es ist schade, aber manchmal muss der Staat eingreifen, um gerade die Wehrlosesten zu schützen.

Es ist keinesfalls sexy, gesellschaftlichen Wandel durch Verbote herbeizuführen. Und doch ist gerade der Nichtraucherschutz ein Paradebeispiel dafür, dass es klappen kann. Jedenfalls erinnere ich persönlich mich noch gut daran, wie mir wenige Wochen vor dem Inkrafttreten des Rauchverbots in Speiselokalen bei der Pizza vom Nachbartisch, wo man seine Mahlzeit beendet hatte, völlig selbstverständlich Rauchschwaden ins Gesicht geblasen wurden. Heute undenkbar – und das ist auch gut so.

Ob es die Gurtpflicht ist oder ein Alkohol-Limit: Gesetze wirken nicht nur unmittelbar wegen der Gefahr einer Sanktion. Sie führen dem Einzelnen auch unmissverständlich vor Augen: Dein Verhalten ist gesellschaftlich und staatlich nicht erwünscht und wird nicht toleriert. Und es ist eine Kernaufgabe des Staates, sich schützend vor seine Kleinsten und Wehrlosesten zu stellen. Mit dem Rauchverbot im Auto täte er genau das. Keine Frage: Dass dies notwendig ist, ist mehr als schade. Die Zahlen der Gesundheitsexperten lassen nur leider an der Notwendigkeit keine Zweifel. Länder wie England, Schottland, Italien, Zypern, Frankreich und Österreich haben das längst erkannt. Warum nicht endlich auch Deutschland?

Hier geht es zur Contra-Position

Mehr von Westdeutsche Zeitung