Kirchenmusikwoche Willich 2019 steht unter dem Motto „Trost und Zuversicht“

15. Willicher Kirchenmusikwoche : Eine Woche voller Musik, Trost und Zuversicht

Für die 15. Willicher Kirchenmusikwoche stellten die Organisatoren ein abwechslungsreiches Programm zusammen.

Die diesjährige Kirchenmusikwoche der Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde Willich steht unter dem Motto „Trost und Zuversicht“. Kreiskantor Klaus-Peter Pfeifer, der das Programm organisiert, betont: „Die Musik als Trösterin begleitet die Menschheit von Anfang an. Schon König Saul wurde durch das Harfenspiel des Hirtenjungen David von seiner Schwermut befreit.“

Dazu passt ein Harfenkonzert der Extraklasse: Am Sonntag, 3. November, spielt ab 18 Uhr in der Neersener Friedenskirche, Bengdbruchstraße, das Harfenduo Unicum, das in dieser Besetzung einmalig auf der Welt ist: Es erklingen keltische und baltische Harfe gemeinsam, gespielt von den beiden litauischen Musikerinnen Ingrida Spalinskaité und Giedré Siaulyté. Das Aufeinandertreffen von Kanklés, dem litauischen Zupfinstrument, das zur baltischen Kastenzitherfamilie gehört, und der keltischen Harfe verbindet zwei volkstümliche Saiteninstrumente, die sich bei aller Unterschiedlichkeit in ihrer Bauart und Spielweise dennoch sehr nahe sind. Das Konzert verspricht die musikalische Begegnung mit einem reichen Repertoire, das über die beiden Kulturkreise hinaus auch klassische und moderne Stücke enthält.

Nahezu alle Veranstaltungen
sind kostenfrei

Beginn der 15. Kirchenmusikwoche in Willich ist allerdings bereits am Donnerstag, 31. Oktober, um 19.30 Uhr in der Auferstehungskirche Willich, Krusestraße 20, mit einem Bach-Kantaten-Gottesdienst zum Reformationsfest. Es erklingt die Bach-Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ mit der Choralfassung von „Jesus bleibet meine Freude“. Die Predigt hält Pfarrer Rolf Klein von der Emmaus-Kirchengemeinde.

Am Mittwoch, 6. November, 20 Uhr, geht es in der Hoffnungskirche Schiefbahn, Wallgraben, weiter mit einem zweifach oscarnominierten Film: „Florence Foster Jenkins“. Der Film zeigt auf komische, aber sehr anrührende Weise, wie ein Mensch mit einer unheilbaren Krankheit die Musik als Quelle der Zuversicht erlebt. Die reiche New Yorker Erbin, exzellent gespielt von Meryl Streep, verfolgt geradezu zwanghaft ihren Traum, Opernsängerin zu werden, kann aber gar nicht singen. Was sie als wunderschön hört, ist für Zuhörer kein Hörgenuss. Dennoch bekommt sie ein öffentliches Konzert in der legendären Carnegie Hall.

Nahezu alle Veranstaltungen der Willicher Musikwoche sind kostenfrei, die Veranstalter bitten um eine Spende am Ausgang. Eintritt wird nur für das Konzert, bei dem das deutsche Requiem von Johannes Brahms aufgeführt wird, erhoben. Das Requiem gehört zu den Meilensteinen der Romantik. Das Besondere an der Aufführung innerhalb der Willicher Musikwoche besteht darin, dass es mit Werken kombiniert wird, die Brahms selbst für die Uraufführung seines deutschen Requiems zusammenstellte und dirigierte. Zu hören sind Instrumentalwerke von Bach und Schumann sowie Auszüge von Händels „Messias“ und die „Erbarme-Dich-Arie“ aus Bachs Matthäus-Passion.

Das Konzert gestalten Katharina Leyhe (Sopran), Dmitri Vargin (Bariton) von der Deutschen Oper am Rhein, Esther Borghorst (Alt-Willicher Musik-Projekt), die Emmaus-Kantorei Willich und die Camerata Louis Spohr aus Düsseldorf. Die Gesamtleitung hat Klaus-Peter Pfeifer.

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