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NRW: Keine Ermittlungen gegen Chef der Kripo-Gewerkschaft

NRW : Keine Ermittlungen gegen Chef der Kripo-Gewerkschaft

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft lehnt Ermittlungen gegen den Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, ab. Gegen Fiedler war aus den Reihen des BDK Strafanzeige wegen Untreue und Insolvenzverschleppung gestellt worden.

Die Ermittler hatten die Vorwürfe geprüft: „Da ist aus unserer Sicht nichts dran“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Die Anzeigenerstatter, unter ihnen Hermann-Josef Borjans vom BDK Bonn, hatten Fiedler vorgeworfen, die Insolvenz einer Akademie des BDK zu verschleppen und Spesen falsch abgerechnet zu haben. Für beide Vorwürfe hätten sich nicht nur keine Anhaltspunkte gefunden, teilweise seien sie auch widerlegt, teilten die Ermittler nun mit.

Fiedler selbst hatte die Vorwürfe als „völlig absurd und ehrabschneidend“ bezeichnet. Er kenne die Anzeigenerstatter und prüfe seinerseits rechtliche Schritte. Der Kriminalbeamte will für die SPD in den Bundestag einziehen und im Wahlkreis Mülheim/Essen I antreten. Sein Amt als Gewerkschaftschef werde er aufgeben, wenn er in die Politik wechseln sollte, hatte er angekündigt.

Der Kriminalhauptkommissar hat unter anderem als Ermittler für Wirtschaftskriminalität beim Landeskriminalamt in NRW gearbeitet. Durch Auftritte als Experte oder in Talkshows wurde er bundesweit bekannt.

© dpa-infocom, dpa:210217-99-482762/2

(dpa)