Kino Kampf für die gleichen Rechte

Junge Ärztin bietet Gesellschaft Saudi-Arabiens die Stirn.

 Mila Al Zahrani als Maryam in „Die perfekte Kandidatin“.

Mila Al Zahrani als Maryam in „Die perfekte Kandidatin“.

Foto: dpa/-

Schon mit ihrem eindringlichen Drama „Das Mädchen Wadjda“ berührte die saudi-arabische Regisseurin Haifaa Al Mansour die Kinozuschauer. Darin erzählte sie von einem Mädchen, das darum kämpft, Fahrrad fahren zu dürfen. Auch in ihrem neuen Film stellt die Filmemacherin den Kampf von Frauen in der arabischen Welt um Gleichberechtigung in den Mittelpunkt: In der deutschen Koproduktion „Die perfekte Kandidatin“ möchte eine junge Ärztin in Saudi-Arabien bei den Kommunalwahlen antreten. Doch das ist in der von Männern dominierten Welt alles andere als einfach.

Maryam ist Ärztin in einer Klinik. Doch egal wie gut sie in ihrem Job ist: Jeden Tag muss sie aufs Neue um Respekt kämpfen, immer wieder verweigern ihr Patienten und deren Familien eine Behandlung, manche wollen sie nicht einmal anschauen. Die junge Frau hat genug und möchte sich um eine Stelle im Ausland bewerben - doch ohne männliche Begleitung lässt man sie nicht ausreisen. Ein kleiner Zufall bringt sie auf die Idee, als Kandidatin für die Wahl des Stadtrats anzutreten.

Noch ahnt sie nicht, was dieser Schritt bedeuten wird und wie heftig die Gegenwehr sein wird. Doch die junge Frau ist das Kämpfen gewöhnt und gibt nicht auf. Sie sucht immer neue Wege, um für sich und ihr Hauptthema zu werben. Denn die Ärztin möchte endlich die Straße vor der Klinik asphaltieren lassen; in dem Schlamm bleiben die Patienten und Krankenwagen immer wieder stecken. Regisseurin Haifaa Al Mansour erzählt diese Geschichte gradlinig und lässt eine Herausforderung auf die nächste folgen.

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