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Infrastruktur: Warum Geld und Wasser in Wuppertal üppiger fließen

Kommentar : Stadt dreht Wasserhahn auf

Wer zehn Jahre lang mit seinem Schwimmbad auf dem Trockenen sitzt und trotzdem nicht aufgibt, dem sollte man die Überzeugung für die eigene Sache und Hartnäckigkeit nicht absprechen. Dank dieser Eigenschaften und mit einer nachhaltigen Idee für ein Naturfreibad hat der Förderverein Pro Mirke nun erreicht, dass der Eigenanteil für das Projekt in Höhe von 300 000 Euro über die Stadt gesichert ist.

Drei Millionen Euro will der Bund beisteuern.

Die Stadt Wuppertal will für die kommenden Jahre zusätzlich zu bereits veranschlagten 300 Millionen weitere 200 Millionen Euro an Krediten für Investitionen aufnehmen. Am Ende der Coronakrise soll Aufbruchstimmung statt weiterer deprimierender Sparrunden stehen. Vor diesem Hintergrund wäre es kaum vermittelbar gewesen, die Bundesförderung in Höhe von drei Millionen Euro wegen des fehlenden Eigenanteils von 300 000 Euro in den Abfluss zu schütten. Doch nicht nur deshalb hat das Projekt Naturfreibad Mirke Unterstützung verdient. Ein Badebetrieb, bei dem praktisch kein Schmutzwasser entsteht, setzt Maßstäbe. Mut gehört übrigens zu den Eigenschaften, die Freibad-Betreiber mitbringen müssen. Heldenmütig will Pro Mirke aber nicht sein. Und daher besteht die Hoffnung, dass die Stadt den Rettungsring bereit hält, sollte der Verein im laufenden Betrieb auf aus eigenen Kräften unlösbare Probleme stoßen.