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In diesen Städten werden die Stichwahlen spannend

Kommunale Spitzenämter : In diesen Städten werden die Stichwahlen spannend

In vielen NRW-Städten wird es am Sonntag nochmal spannend bei der Stichwahl. Auch Wuppertal und Düsseldorf sind noch nicht entschieden.

Zwei Wochen nach den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen stehen bei den Stichwahlen an diesem Sonntag Entscheidungen in den wichtigsten Städten des Landes an. Im bundesweiten Fokus stehen dabei die bisher SPD-regierte Landeshauptstadt Düsseldorf und die SPD-Hochburg Dortmund. In beiden Städten haben CDU-Herausforderer gute Chancen, die Oberbürgermeister-Posten zu gewinnen. Der Ausgang der Stichwahlen in diesen symbolhaften Städten dürfte auch an CDU und SPD im Bund ein wichtiges Signal senden.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland hatte die CDU den ersten Wahlgang am 13. September klar gewonnen. Die Christdemokraten erreichten bei den Wahlen zu Stadträten, Gemeindevertretern und Kreistagen 34,3 Prozent der Stimmen. Die SPD blieb mit 24,3 Prozent zweitstärkste Kraft. Sowohl für die CDU als auch für die SPD waren es die historisch schlechtesten Ergebnisse bei Kommunalwahlen in NRW.

Die Grünen konnten sich um 8,3 Punkte auf 20 Prozent steigern und erreichten ihr bestes Ergebnis bei einer NRW-Kommunalwahl. Die FDP kam auf 5,6 Prozent, die Linke auf 3,8 Prozent, die AfD auf 5 Prozent. In Aachen, Bonn, Wuppertal und Münster haben Grünen-Kandidaten Chancen, erstmals für die Öko-Partei Oberbürgermeister-Posten in NRW zu erringen.

In Dortmund haben die Grünen eine Wahlempfehlung für den CDU-Kandidaten Andreas Hollstein ausgesprochen. Hollstein tritt gegen den städtischen SPD-Wirtschaftsförderer Thomas Westphal an. Seit Jahrzehnten stellt die SPD in Dortmund den Oberbürgermeister. Eine Niederlage würde die Sozialdemokraten empfindlich treffen.

Für die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) das Ziel vorgegeben, den OB-Sessel für die Christdemokraten zurückzuerobern. Der seit 2014 amtierende SPD-Oberbürgermeister Thomas Geisel muss um seine Wiederwahl bangen. In der ersten Runde hatte CDU-Kandidat Stephan Keller mit 34,2 Prozent die Nase vorn. Geisel kam auf 26,3 Prozent.

(dpa)