1. NRW

Hilden: Wie werden die P+R-Plätze genutzt?

Hilden : Neue Nutzererfassung für „Park & Ride“

VRR finanziert Messsystem, mit dem die Zahl der freien Plätze registriert wird.

(tobi) Die Stadt Hilden hat die Weichen gestellt, um die Park & Ride-Parkplätze am Lindenplatz und hinter dem Hauptbahnhof an der Otto-Hahn-Straße mit einem Belegerfassungssystem zu versehen. Dazu hat sie einen sogenannten Einplanungsantrag beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gestellt, dem stattgegeben worden ist: Der VRR hat damit einer Förderung von bis zu 200 Euro pro Stellplatz zugestimmt.

VRR unterstützt
Kommunen bei Park & Ride

Durch das Messsystem zur Erfassung der Echtzeitbelegung kann der VRR Daten erheben, ob noch ausreichend Parkplätze vor Ort zur Verfügung stehen, und diese dann den Kunden beispielsweise über eine App zur Verfügung zu stellen. „Der VRR bietet interessierten Kommunen seine fachliche Unterstützung bei der Auswahl des geeignetsten Messsystems für die jeweilige P+R-Anlage, das technisch geeignet ist und wirtschaftlich betrieben werden kann“, erklärte ein Sprecher der VRR. Insgesamt fördert der VRR 84 Investitionsmaßnahmen mit einem Volumen in Höhe von 86 Millionen Euro.

„Die Stadt ist zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Verpflichtungen eingegangen. Es gibt auch noch keine fachlich konkretisierte Planung und keinen diesbezüglichen Beschluss. Ziel war es, erst einmal ,einen Fuß in die Tür zu bekommen’“, berichtet Harald Mittmann, Leiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes der Stadt Hilden. Er schätzt die Kosten für die Umbauarbeiten auf insgesamt rund 85.000 Euro. „Es gibt aber noch keine Fachplanung“, sagt er. Insofern könne die Kostenangabe auch nur eine angenäherte Größenordnung sein. Baulich seien die Plätze in Ordnung.

Die Fahrradboxen an den beiden Bahnhöfen sind noch nicht komplett vermietet. „Mitte August 2020 waren am Bahnhof 32 von 67 Boxen belegt und am Bahnhof Hilden-Süd 65 von 113 Boxen“, sagt Harald Mittmann. Seit 2017 verlangt die Stadt Miete für abschließbare Boxen. Folge: jede zweite stand leer. Seit Anfang 2020 wurde die Gebühr auf 40 Euro/ Jahr oder 3,50 Euro/Monat halbiert. Die Nachfrage blieb aus.