Hilden: Claus Pommer will Bürgermeister werden

Hilden : Ministerialrat will Rathaus-Chef werden

Claus Pommer hat seine Kandidatur für die CDU bekanntgegeben. Unterstützung könnte es auch jenseits der Partei geben.

Das Rätselraten hat ein Ende: Acht Monate, nachdem Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings (SPD) bekannt gegeben hat, bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr noch einmal für das Amt der Stadtchefin anzutreten, gibt es nun offenbar einen Gegenkandidaten, der gleich mehrere Parteien hinter sich vereint, vor allem die CDU.

Dabei soll es sich um den Hildener Claus Pommer handeln. Er arbeitet im NRW-Finanzministerium und bekleidet den Rang eines Ministerialrats. Pommer ist in Hilden geboren, besuchte das Helmholtz-Gymnasium und studierte Jura in Münster. Er ist verheiratet und hat drei Söhne, von denen einer ebenfalls bereits studiert. In der Kommunalpolitik ist der Herausforderer bislang noch nicht großartig in Erscheinung getreten.

Da er bislang noch nicht offiziell nominiert worden ist, wollte Pommer sich noch nicht detailliert zu seiner Kandidatur äußern, bestätigte aber, dass er eine möglichst breite Basis in der Hildener Politik und Bürgerschaft hinter sich vereinen möchte. Dazu gehört zweifellos die CDU, die den Kandidaten vermutlich bald nominieren wird, aber auch Bürgeraktion, Grüne und FDP sollen mit ins Boot genommen werden.

Spannend dürfte in diesem Zusammenhang sein, wie sich die Allianz für Hiden verhält, die bekanntlich schon einen eigenen Bürgermeisterkandidaten mit Claus Munsch ins Rennen schickt. Der hatte jedoch stets betont, er möchte die Interessen der Bürger verstärkt in den Fokus rücken – und ähnlich äußert sich nun auch Pommer. „Politik auf Augenhöhe mit den Bürgern, verlässlicher und konstruktiver Umgang miteinander“ – das klingt, als könne sich durchaus eine ganze Reihe von politischen Akteuren hinter dem Neuen versammeln. Zieht Munsch seine Kandidatur zugunsten Pommers zurück? Wenn man davon ausgeht, dass bei dieser Bürgermeisterwahl die einfache Stimmenmehrheit reicht, weil es keine Stichwahl mehr geben wird, hat der Herausforderer durchaus ernst zu nehmende Chancen.

Seit dem 26. Juni 2014 ist Birgit Alkenings Hildens Bürgermeisterin. Im ersten Wahlgang hatte sie 40 Prozent erhalten. In der Stichwahl gegen Marion Buschmann (CDU) holte sie 62,7 Prozent. Damit die Amtsperioden sowie die Wahltermine der Stadträte und der Bürgermeister und Landräte wieder gekoppelt sind, beträgt die Dauer der Wahlperiode der im Mai 2014 gewählten Vertretungen sechs Jahre. Sollte Claus Pommer tatsächlich von einer breiten politischen Bewegung nominiert werden, verspricht die Wahl ausgesprochen spannend zu werden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung