Haan: 100 Bäume - Große Spendenbereitschaft für Obstgarten am Wiedenhof

Aktion in Haan : Viele spenden für den Obstgarten

Schon eine Woche nach Aktionsstart sind alle 100 Bäume für den Garten finanziert.

Das Thema Klimaschutz ist und bleibt ein Dauerbrenner. Verdeutlicht wird dies erneut durch die enorme Spendenbereitschaft für den „Haaner Obstgarten“. Bereits eine Woche nach Aktionsstart sind alle 100 Bäume finanziert.

„Ich war überwältigt von der positiven Resonanz und freue mich sehr, dass die Idee so gut angekommen ist“, berichtet Bürgermeisterin Bettina Warnecke. Vor zwei Wochen hatte die Gartenstadt zu einer gemeinsamen Baumpflanzaktion aufgerufen. Die Idee: Auf einem 22 500 Quadratmeter großen städtischen Grundstück auf der Wiese am Wiedenhof soll ein öffentlicher Obstgarten entstehen. Die Bäume für die Obstwiese werden von den Bürgern gespendet. Ein Baum kostet 120 Euro.

„Ich habe an Obstbäume gedacht, weil sie mit ihren Blüten besonders insektenfreundlich sind“, erklärte Warnecke bei der Aktionsvorstellung. Zudem seien sie Lebensraum und Nahrungsquelle für weitere Tiere und leisteten einen Beitrag für das städtische Klima.

„In nur einer Woche wurden alle 100 Obstbäume gespendet“, teilte die Stadtverwaltung jetzt mit. Da damit die gesamte Fläche ausgefüllt ist, können weitere Spenden nicht entgegengenommen werden.

Die Pflanzaktion erfolgt am Samstag, 16. November, ab 10 Uhr statt. Die Bürgermeisterin freue sich nach eigenen Angaben schon sehr und hoffe, viele Spender persönlichen kennenlernen zu können.

Stadtgartenmeister Peter Kannemann erklärte: „Wir wollen größere zehn- bis zwölfjährige Bäume“ kaufen. Vorzugsweise alte Sorten, die sich hier bei uns bereits bewährt haben und gleich Früchte tragen.“ Die Auswahl der Arten war groß: Apfel-, Birnen-, Pflaumen-, Kirsch-, Walnuss-, Quitten-, Mispel- und Esskastanien-Bäume konnten die Haaner spenden. „Alle Obstsorten, die zur Auswahl standen, werden im Obstgarten vertreten sein“, berichtet die Stadtverwaltung jetzt.

Weitere Informationen zur Pflanzaktion werden Ende Oktober veröffentlicht, so die Stadtverwaltung. Im Vorhinein gab sie bereits folgendes bekannt: Die mit Wurzelballen geschätzt 80 Kilogramm schweren Bäume werden von Mitarbeitern des Betriebshof bis zum Pflanzloch transportiert. Wer nicht selbst zur Schaufel greifen will oder kann, kann den Profis des Betriebshofes das eigentliche Pflanzen überlassen.

Der Betriebshof übernimmt zudem die Pflege und Bewässerung der Obstwiese. Jeder Obstbaum erhalte einen 80 Liter fassenden Wassersack, informiert Kannemann. So sei sichergestellt, dass die Bäume auch Zeiten längerer Trockenheit unbeschadet überstehen.

Im Herbst gepflanzte Bäume können bis zum Winter wurzeln

Der Zeitpunkt ist gut gewählt: Bäume, die im Herbst gepflanzt werden, kann noch bis zum Winter erste Wurzeln schlagen. Dadurch treiben sie auch früher aus und machen im ersten Jahr nach der Pflanzung mehr Zuwachs. Die Resonanz auf die Aktion „Haaner Obstgarten“ ist enorm. Bereits eine Woche nach dem Start sind alle 100 Bäume vergeben. Das teilt die Stadt Haan jetzt mit.

Der Haaner Obstgarten soll auf einem 22 500 Quadratmeter großen städtischen Grundstück auf der Wiese am Wiedenhof entstehen. Dort sollen bis zu 100 Bäume unterschiedlicher Obstsorten gepflanzt werden, die von vielen Einzelpersonen und Familien, aber auch von Freunden, Vereinen und Firmen gespendet wurden. Ein Obstbaum kostet 120 Euro.

Bürgermeisterin Bettina Warnecke ist von der Spendenbereitschaft begeistert. „Vielen Dank an die Spender. Ich war überwältigt von der positiven Resonanz und freue mich sehr, dass die Idee so gut angekommen ist.“ Viele Haaner würden mit ihrer Baumspende eine emotionale Geschichte verbinden. Warnecke erklärte, dass sie sich schon auf den Pflanzaktionstag am Samstag, 16. November freue: „Dort lerne ich hoffentlich viele Spender auch persönlich kennen.“

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