Grevenbroich: Schwitzen für den guten Zweck

Für den Kampf gegen Krebs : Grevenbroicher sammeln für die Kinder-Krebs-Forschung

Aktionen stehen unter dem Motto „Grevenbroich bewegt sich“.

Statistisch gesehen bekommt jeder einmal im Leben die Diagnose Krebs. „Mit ausreichender Bewegung im Alltag kann man dieses Risiko um ein Drittel senken“, sagt Uli Stein. Der Bodybuilder hat den Krebs drei Mal besiegt und sich nach einer erfolgreichen Stammzellentransplantation wieder zurückgekämpft. Jetzt organisiert er, mit einigen der größten Sporteinrichtungen der Stadt, eine sportliche Aktion, mit der er und seine Mitstreiter mindestens 10 000 Euro sammeln wollen. Das Geld soll der Forschung der Kinderkrebshilfe zugute kommen. Mercedes Hartmann stehe im Kontakt zu den Veranstaltern, im Gespräch sei, für jeden Reifenwechsel einen Euro zu spenden. 

Am Wochenende vom 18. bis 20. Oktober stehen in ganz Grevenbroich jedenfalls viele Türen offen. Das Schwimmbad öffnet von 20 Uhr abends bis 8 Uhr morgens. Am 19. Oktober steht im Schlossstadion zwischen 10 und 15 Uhr ein großer Volkslauf an. Im Stadion, aber auch an anderen Stellen sammeln die Veranstalter alte Handys, durch deren Entsorgung weitere Spenden generiert werden sollen.

Ebenfalls am Samstag, von 14 bis 20 Uhr, findet in der Alten Feuerwache die Deutsche Meisterschaft im Natural Bodybuilding statt, dort wird auch die Deutsche Krebshilfe mit einem Infostand vertreten sein. „Wir müssen uns davon lösen, Sportarten wie Bodybuilding oder Kampfsport immer in die Schmuddelecke zu stecken“, betont Krützen. Diese Sportarten seien gerade bei der Jugendarbeit wertvoll, um junge Menschen von der schiefen Bahn fernzuhalten. Passend dazu beteiligt sich auch das Kampfsportcenter Grevenbroich am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür von 12 bis 17 Uhr.

Am Samstagabend lädt Wolfgang Krüppel ab 20 Uhr in den Rittersaal ein, das Fitnessstudio Uniquesport bietet am Samstag und am Sonntag ganztäglich Probetrainings an, am Sonntag zusätzlich um 14 Uhr einen Vortrag von Marcus Lauk. Der Buchautor hat Länder bereist, in denen besonders viele 100-Jährige leben und sich angesehen, was das Leben der Menschen dort ausmacht. Der Sonntag startet mit einer Motorradtour, die am Kirmesplatz in Gustorf losgeht und nach etwa einer halben Stunde am Schlossbad eintrifft. „Es dürfen aber auch Roller mitfahren, ich selbst komme mit meiner Vespa“, betont de Byl.

Schon jetzt sind auf der Internetseite fast 600 Euro an Spenden eingegangen. Und für das nächste Jahr haben Stein und de Byl bereits große Pläne für eine zweite Auflage.

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