Vereinspolitik Gladbach-Mitglieder wählen Fanvertreter in Aufsichtsrat

Mönchengladbach · Die Wahl zum Aufsichtsrat bei Borussia Mönchengladbach sorgte am Montag für eine Unterbrechung der Mitgliederversammlung. Letztlich setzte die aktive Fanszene ihren Kandidaten durch.

Das Vereinslogo von Borussia Mönchengladbach leuchtet an einem Gebäude auf dem Clubgelände.

Das Vereinslogo von Borussia Mönchengladbach leuchtet an einem Gebäude auf dem Clubgelände.

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Mitglieder des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach haben nach einer Unterbrechung der Jahreshauptversammlung am Montag in Philip Hülsen einen Vertreter der aktiven Fanszene in den Aufsichtsrat gewählt. Der 39 Jahre alte Mitbegründer der Gladbacher Ultra-Szene erhielt 96 Prozent der abgegebenen Stimmen. Unter anderem wurde auch der bisherige Gremiums-Vorsitzende Michael Hollmann mit 83,67 Prozent wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

Der Ehrenrat des Clubs hatte Hülsen zunächst nicht als Kandidaten vorgeschlagen. „Er ist noch in der U23, dort haben wir Talente. Wir sehen in ihm einen Kandidaten für die Zukunft“, hatte Ehrenratsvertreter Andreas Heinen zur Begründung gesagt.

Allerdings setzte sich die aktive Fanszene mit ihrem Aufruf durch, vom Ehrenrat vorgeschlagenen Kandidaten für das Gremium bei der Wahl durchfallen zu lassen. Dafür waren zuvor Flugblätter verteilt worden. Der Ehrenrat ist laut Satzung des Clubs das Gremium, das geeignete Kandidaten für die Wahl des Aufsichtsrates vorschlagen muss.

Nach dem ersten Wahlgang wurde die Mitgliederversammlung daraufhin nach gut vier Stunden vorübergehend unterbrochen, weil zunächst nur vier Kandidaten mehr als die geforderten 50 Prozent der Stimmen erhielten. Der Ehrenrat schlug schließlich Hülsen doch noch zur Wahl vor. Insgesamt wurden sechs Aufsichtsratsmitglieder neu oder wiedergewählt.

© dpa-infocom, dpa:240423-99-772115/2

(dpa)
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