InnenBandStadt Gemeinsam die Zukunft Wuppertals gestalten

Wuppertal · Am Montag beginnt die einwöchige InnenBandStadt-Expo vor dem zukünftigen Pina-Bausch-Zentrum.

„Tellerglück“ lautete eins der InnenBandStadt-Projekte. Die Premiere war bereits ein voller Erfolg.

„Tellerglück“ lautete eins der InnenBandStadt-Projekte. Die Premiere war bereits ein voller Erfolg.

Foto: Anna Schwartz

Gemeinsam Ideen sammeln und eine Strategie entwickeln für eine lebendige und nachhaltige Entwicklung von Wuppertals urbaner Mitte: Das ist das Ziel der Veranstaltungen rund um die InnenBandStadt-Expo in dieser Woche von Montag bis Samstag. Oder wie Beigeordneter Frank Meyer sagt: „Ziel der InnenBandStadt-Expo ist es, einen Gesamteindruck über die zahlreichen laufenden Projektbausteine zu geben und weiterhin zur zukunftsweisenden Innenstadtentwicklung zwischen Barmen und Elberfeld beizutragen“. Das Projekt InnenBandStadt ist Teil des Förderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Das sogenannte „Basecamp“ gilt als Anlaufstelle für die Expo und befindet sich um und vor dem zukünftigen Pina-Bausch-Zentrum (Schauspielhaus an der Bundesallee 260). Spätestens die illuminierten Rathausfassaden, die verkauften Stadtgutscheine, die gefüllten Leerstände und die aktuellen „Reallabore“ zeigen, wie erfolgreich InnenBandStadt seit dem Auftakt im November 2023 ist.

Wenn InnenBandStadt noch nicht in den Sprachgebrauch der Wuppertaler eingeflossen ist, soll es kurz erklärt werden. Es ist ein Projekt, in dem die beiden Innenstädte Barmen und Elberfeld sowie der Raum entlang der Talachse mit konkreten Projekten neu belebt werden soll. Dafür hat die Stadt Mittel aus dem Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Höhe von 2,7 Millionen Euro eingeworben. Einiges konnte schon erarbeitet und umgesetzt werden, doch es geht weiter.

Los geht es am heutigen Montag um 17 Uhr mit einer Zwischenpräsentation der Ideenfabriken. Dort stellen sich die Büros den Bürgern in einem öffentlichen Beteiligungsformat vor und präsentieren ihre Planungskonzepte. Eigene Ideen und Vorschläge einbringen ist in dieser Woche von großer Bedeutung, daher gibt es im Anschluss die Möglichkeit für Rückmeldungen. Die Veranstaltung dient dazu, zum Einen die Öffentlichkeit zu informieren und zum Anderen, einen Dialog anzuregen, dessen Ergebnisse in der Vertiefungsphase genutzt werden.

In Spaziergängen werden am Dienstag und Mittwoch die Reallabore jeweils ab 17 Uhr vorgestellt. Dabei können die Besucher direkt vor Ort die Veränderungen, die durch bürgerschaftliches Engagement möglich sind, entdecken. Reallabore sind bürgergetragene, temporäre, experimentelle und sehr umsetzungsorientierte Projekte, die öffentliche Räume und Leerstände bespielen und damit aktiv die Möglichkeiten aufzeigen. Für die Spaziergänge ist eine Anmeldung über das Anmeldeformular auf der Internetseite erforderlich.

Kinder und Jugendliche sind diejenigen, die die Zukunft der Stadt am meisten betrifft, denn die InnenBandStadt ist der Wohn-, Lebens- und Lernort von vielen. Für sie gibt es am Donnerstag Workshops in der Junior Uni, wo aus ihrer Perspektive Handlungsbedarfe im Zusammenhang mit Freiflächenentwicklung, Aufenthaltsorte und Klimawandelanpassungen erarbeitet werden, die beim Langen Tisch präsentiert werden.

Die Frage „Wie sieht die produktive InnenBandStadt der Zukunft aus?“ stellt sich am Freitag um 16 Uhr im Urbanen Salon. Diskutiert wird darüber, wie der Nutzungsmix zwischen produktiven Stadtstrukturen und Wissensorten in den beiden Zentren Barmen und Elberfeld als Qualität gefördert werden kann. Studierende der Uni Köln und Uni Wuppertal setzten sich damit auseinander und präsentieren ihre Ergebnisse. Auch hier ist eine Anmeldung erwünscht. Am Samstag ist die InnenBandStadt Teil von etwas Größerem – dem Langen Tisch. Von 16 bis 19 Uhr wird es einen Stand mit Informationsangeboten geben.

„Mit der InnenBandStadt-Expo rufen wir zum Mitmachen und Vernetzten auf. Jeder Wuppertaler und jede Wuppertalerin ist eingeladen, seine Impulse und Ideen einzubringen, um gemeinsam an der Entwicklung der Stadt mitzuwirken“, ergänzt Anna Lerch vom Ressort Stadtentwicklung und Städtebau. Das Programm ist auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht: