NRW: Für DOSB-Spitze ist Olympia-Bewerbung wieder ein Thema

NRW : Für DOSB-Spitze ist Olympia-Bewerbung wieder ein Thema

Der Deutsche Olympische Sportbund hat mehr als drei Jahre nach dem Scheitern mit Hamburg die Debatte über eine Bewerbung für Olympische Spiele wieder begonnen. In Berlin und der Rhein-Ruhr-Region gibt es bereits zwei Interessenten, was DOSB-Präsident Alfons Hörmann „schon mal positiv“ bewertet.

„Wir alle wissen aber, dass es ein langer und steiniger Weg ist“, sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Im DOSB-Präsidium werde man in aller Ruhe „im Laufe der nächsten Monate“ darüber reden.

„Wichtig, ja Grundvoraussetzung ist, dass der gesamte deutsche Sport geschlossen in die gleiche Richtung denkt und handelt, wie das innerhalb des Sports zuletzt sehr gut gelungen ist“, erklärte Hörmann. „Aus heutiger Sicht würde ich sagen: Der weitere Prozess und das Ergebnis daraus sind noch völlig offen.“

Die vergangenen Kandidaturen von Berlin (für 2000), Leipzig (2012), München (2018 und 2022) und Hamburg (2024) waren ohne Erfolg geblieben und auch an der Ablehnung der Bürger gescheitert. „In aller Deutlichkeit: Wenn Spiele konkret gewollt sind, ist es unser Auftrag und unsere Überzeugung, das Projekt anzupacken“, sagte Hörmann. Wenn die Skepsis überwiege, sei es nicht sinnvoll, „in ein solches Rennen zu gehen“.

Möglich wäre eine Bewerbung für die Winterspiele 2030 und die im Sommer 2032. Auf den Vorschlag für eine deutsche Kandidatur für 2036 - 100 Jahre nach den Spielen in Berlin während der Nazidiktatur - reagierte DOSB-Chef distanziert. „Ich persönlich bin nicht davon überzeugt, dass das ein zielführender Ansatz wäre“, sagte Hörmann.

Planungspapier Olympia 2032 der Rhein-Ruhr-Region

Agenda 2020 des IOC

Dokumente zum Kandidatenprozess und zur Wahl

(dpa)
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