Fortuna: Röttgermann verkündet Millionen-Gewinn und entschuldigt sich

Fortuna : Röttgermann verkündet Millionen-Gewinn und entschuldigt sich

Fortuna Düsseldorf hat seinen Gewinn steigern können. Vorstandschef Thomas Röttgermann ist auf der Jahreshauptversammlung des Vereins auch auf die mit seiner Person verbundenen Negativ-Nachrichten eingegangen.

Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 2,1 Millionen Euro erzielt. In der Zweitligasaison 2017/2018 hatte dieser bei 1,6 Millionen Euro gelegen. Den Umsatz steigerten die Rheinländer nach dem Aufstieg in der Saison 2018/2019 von 39,8 Millionen Euro auf 71,5 Millionen Euro. Diese Zahlen legte Vorstandschef Thomas Röttgermann auf der Jahreshauptversammlung der Fortuna am Sonntag vor.

Das Eigenkapital steigerte der Club von 4,9 auf sieben Millionen Euro. „Wir werden das Augenmaß nicht verlieren. Eine sportliche Entwicklung auf Pump wird es nicht geben“, sagte Röttgermann.

Der 59-Jährige begann seinen Jahresbericht mit einer Entschuldigung. „Ich bin mit dafür verantwortlich, dass seit Wochen die falschen Themen diskutiert werden. Ich habe es nicht geschafft, Ruhe und Klarheit in diesen wunderbaren Verein zu bringen. Das tut mir leid, es tut mir wirklich leid“, sagte Röttgermann unter dem Applaus der gut 600 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

Röttgermann hatte sich in den vergangenen Monaten gegen Indiskretionen aus dem Verein wehren müssen. Das „Handelsblatt“ und der „Spiegel“ hatten berichtet, Röttgermann habe nach seinem Amtsantritt im April noch an einem Fußball-App-Projekt gearbeitet und sich dabei auf clubinterne Belege berufen.

„Meine Mails wurden abfotografiert und weitergeleitet“, sagte Röttgermann dazu am Sonntag, wies die Vorwürfe aber erneut zurück: „Es gab keine operative Tätigkeit mehr für dieses App-Projekt seit meinem Amtsantritt.“ Von den Mitgliedern gab es Applaus. Der Aufsichtsrat hatte Röttgermann bereits das Vertrauen ausgesprochen. Ein Mitglied des Gremiums, das anderer Meinung war, hat den Aufsichtsrat inzwischen verlassen.

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(dpa)