Experte warnt vor Panik wegen Coronavirus

Marc Zellerhoff vom Rettungsdienst des Rhein-Kreises mahnt zur Ruhe.

Marc Zellerhoff, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Rhein-Kreis Neuss rät beim Thema Coronavirus zur Ruhe und Vorsicht. „Panik ist absolut nicht angebracht“, sagt der Mediziner. „Das Virus Covid-19 ist zwar eine ernstzunehmende Erkrankung, jedoch mit anderen Grippeerkrankungen vergleichbar.“

Für die meisten Menschen sei das Virus nicht gefährlich, wenn sie grundsätzlich gesund seien. Die meisten Erkrankten zeigten in aller Regel nur einen Infekt der unteren Atemwege, also erkältungsähnliche Symptome. Gefährlich sei das Coronavirus vor allem für ältere Menschen und für Patienten mit Vorerkrankungen.

Wie hoch ist das Risiko, sich tatsächlich mit dem Virus anzustecken? Dazu erläutert Zellerhoff: „Dies Risiko ist sehr viel geringer als viele denken. Es gibt keine nachgewiesene Übertragung in der Luft, sondern das Virus wird durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch als sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen.“

Was kann der Einzelne tun, um sich nicht anzustecken? Generell, sagt Zellerhoff, gelten beim Corona-Virus die Hygienemaßnahmen, die vor einer Ansteckung mit Atemwegserkrankungen schützen: Jeder sollte auf Händeschütteln verzichten. Regelmäßiges, gründliches Händewaschen – mindestens 30 Sekunden mit Seife – ist eines der wirksamsten Mittel gegen die Ausbreitung. Wer keine Möglichkeit dazu hat, sollte unterwegs Desinfektionsmittel nutzen. Beim Husten und Niesen sollten Einwegtaschentücher verwendet beziehungsweise Nase und Mund durch die Armbeuge abgedeckt werden. „Wenn möglich, sollte man Abstand zu anderen Menschen halten und größere Menschenansammlungen
meiden.“

Patienten mit Symptomen sollen Hausarzt oder Hotline anrufen

Wenn die Erkrankung schlimmer werde, sollten Patienten telefonischen Kontakt zu ihrem Hausarzt oder auch zur Hotline des Kreis-Gesundheitsamtes aufnehmen. Die Betroffenen werden nur im begründeten Verdachtsfall oder bei einem positiven Erregernachweis vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt. In solch einem Fall werden Menschen, um die sich weder Familie noch Freunde oder Nachbarn kümmern können, von den kommunalen Ordnungsbehörden versorgt.

Wichtige Fragen zum Coronavirus beantwortet das Kreis-Gesundheitsamt unter der Hotline 02181/6017777 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr. Red

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