1. NRW

Es hakt noch immer im Angriff der Unitas Haan

Handball : Unitas enttäuscht in der Offensive

In der Oberliga verloren die Haaner Handballer auch das vierte Heimspiel. Auch ME-Sport hatte das Nachsehen. ­Die SGL-Reserve siegte.

Auch im vierten Anlauf blieb den Handballern der DJK Unitas Haan der erste Heimsieg in dieser Saison verwehrt. Dabei waren die Haaner Fans zur Pause noch frohen Mutes, das es im Duell gegen den TV Lobberich endlich klappen könnte. Die Hoffnung währte in der zweiten Halbzeit jedoch nur fünf Minuten – dann neigte sich die Waagschale immer mehr zu Gunsten der Gäste, die am Ende einen deutlichen 30:20 (11:13)-Sieg bejubelten. Derweil stand den Haanern die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben.

Am Kampfgeist mangelte es aber nicht, denn schon kurz nach dem Abpfiff richtete Kevin Thomé im Spielerkreis einen flammenden Appell an seine Kameraden, den Kopf nicht hängen zu lassen, sondern weiter hart zu arbeiten. „In der ersten Halbzeit machen wir es vor, wie es gehen kann, wir bekommen es aber einfach nicht hin, uns zu belohnen“, kommentierte Kai Müller das Wechselbad der Gefühle im Verlauf der Partie. Den Gästen bescheinigte der Unitas-Coach einen solide Auftritt: „Sie haben die Nerven behalten, über 60 Minuten ihren Stiefel heruntergespielt und eine disziplinierte Leistung geboten.“

Nach dem Seitenwechsel und dem schnellen Ausgleich (13:13) blieb die Partie bis zum 17:17 (40.) umkämpft. „Gas geben, egal, wer kommt“, feuerte Coach Müller die Haaner Abwehr an. Als die Lobbericher mit 19:17 (42.) das Kommando übernahmen, rief der grippekranke Pascal Schusdzarra: „Abhaken, weiter geht’s.“ Letztlich lief es in dieser Phase aber nur für den Gegner, der sich binnen weniger Minuten auf 23:17 (48.) absetzte. Auch eine Auszeit von Kai Müller brachte den Kontrahenten nicht aus dem Konzept. Auf der anderen Seite verloren die Haaner immer mehr den roten Faden: Fehlpässe und Fehlwürfe reihten sich aneinander und führten letztlich in die nächste bittere Niederlage. „Jeder will es drehen, aber nicht miteinander, sondern individuell“, erkannte Müller das ­Manko. bs

Mettmann-Sport unterlag Borussia Mönchengladbach

Wie in den vergangenen Jahren gab es für die Handballer von ME-Sport bei Borussia Mönchengladbach nichts zu holen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Tiedermann musste sich mit 23:29 (12:14) klar geschlagen geben. Es war kein gutes Oberligaspiel, das die Zuschauer in der Jahn-Sporthalle sahen. Allerdings erwischten die Unparteiischen einen noch schlechteren Tag als beide Mannschaften. „Wir sprechen nicht gerne darüber. Die Schiedsrichter haben aber heute in der ein oder anderen Situation kein gutes Händchen gehabt und viele Entscheidungen zu unserem Nachteil ausgelegt“, waren sich Tiedermann und sein Co-Trainer Andre Loschinski einig.

Mit einer offensiven Abwehr wollten die Mettmanner das Angriffsspiel der Hausherren unterbinden, zu Ballgewinnen kommen und ihr starkes Tempospiel aufziehen. Nach fünf Minuten war der Plan hinfällig, denn Moritz Horn kassierte bereits die zweite Zeitstrafe. Tiedermann musste die Defensive umstellen und dann mit ansehen, wie sein Team immer wieder benachteiligt wurde. Es entwickelte sich zunächst eine Partie auf Augenhöhe, in der die Borussia jedoch motivierter wirkte, was sich besonders im beherzten Zugreifen der Abwehr ausdrückte. Die Mettmanner lagen immer wieder in Rückstand, glichen aber stets aus und gestalteten die Partie offen. Nach der Pause erhöhte Daniel Pannitz mit einem Doppelpack für die Borussia auf 18:15 (40.) und brach damit den Kampfgeist der Mettmanner. Die Gäste versuchten es nun mit der Brechstange, schlossen ihre Angriffe zu früh ab und kassierten dadurch immer wieder schnelle Gegentore. lafa

SG Langenfeld II setzte positiven Trend der Vorwochen fort

Der dritte Sieg in Serie brachte Dennis Werkmeister förmlich ins Schwärmen. „Ich bin schwer begeistert. Die zweite Hälfte war überragend“, sagte der Trainer der SG Langenfeld II. Seine Mannschaft hatte kurz zuvor mit 26:20 (12:13) beim VfB Homberg gewonnen und damit den positiven Trend der vergangenen Wochen fortgesetzt. Werkmeister: „Die überragende Deckung hat das Spiel entschieden. Am Ende gab es für Homberg kaum ein Durchkommen.“

Zunächst sahen die Zuschauer ein eher ausgeglichenes Spiel mit keinen nennenswerten Vorteilen für eine Seite. Zur Pause stellte Werkmeister seine 6:0-Deckung dann auf eine offensivere Variante um. Von nun an setzte Langenfeld die Gegner auf den Halbpositionen früher unter Druck. Diese waren so gezwungen, vor allem über die Mitte zu spielen, wo die SG Langenfeld in Philipp Ißling, Andreas Nelte und Tobias Justen stark besetzt war – und schließlich das Spiel entschied. Nach und nach setzten sich die Gäste, die nach dem Seitenwechsel nur noch sieben Gegentore ­kassierten, ab. mol-