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Eltern klagen über schlechten Zugriff auf Lernplattformen für Schüler

„Keine Probleme bekannt“, sagt die Ministerin : Eltern klagen über schlechten Zugriff auf Lernplattformen

Der Schulunterricht wird wieder weitgehend ins Netz verlegt. Für die digitalen Lernplattformen ist das eine gewaltige Herausforderung. Eltern klagen über Hindernisse beim Einloggen. Von Problemen sei bisher nichts bekannt, betont die Schulministerin.

Der Schulstart nach den verlängerten Weihnachtsferien hat für viele Schüler in NRW vor dem Computer begonnen. Mancherorts verlief der erste Unterrichtstag offenbar holprig, denn zahlreiche Schüler und Eltern beschwerten sich am Montag in den sozialen Medien über instabile oder überlastete Lernplattformen. Andere Nutzer berichteten aber auch über gute Erfahrungen mit dem Start des Digitalunterrichts.

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte im Schulausschuss des Landtags, dass zunächst keine entsprechenden Probleme beim Moodle-basierten System Logineo bekannt geworden seien. Es gebe noch keine entsprechenden Rückmeldungen.

Auf der NRW-Lernplattform Logineo können Lehrer Texte, Videos und andere Unterrichtsmaterialien online bereitstellen. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Aufgaben und laden ihre Ergebnisse hoch. Logineo NRW LMS nutze Server mit hohen Kapazitäten, heißt es auf der Internetseite des NRW-Schulministeriums. Deshalb sei die digitale Plattform „selbst zu Spitzenzeiten“ zuverlässig und schnell für den Unterricht verfügbar.

Nach Angaben des Berliner Unternehmens Eledia, das Logineo NRW LMS für das Land betreibt, nutzen etwa 2000 NRW-Schulen die Plattform. „Unsere Serverüberwachung meldet den ganzen Morgen stabilen Betrieb“, sagte Eledia-Geschäftsführer Ralf Hilgenstock. Die Schulen in NRW nutzen verschiedene Lernplattformen, unter anderem Iserv. Diese Schulplattform meldete am Montagmorgen „allgemeine Probleme“ bei Videokonferenzen.

Die NRW-Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Maike Finnern, rechnet auch weiterhin mit Problemen beim Zugang zu den Lernplattformen. „Wenn viele gleichzeitig drauf zugreifen, können die Plattformen dem Ansturm schwer standhalten“, sagte Finnern. „Das ist ein Problem und wird auch in den nächsten drei Wochen nicht vollständig behoben werden können.“

(dpa)