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Eiszeit: Bahnverkehr läuft in NRW noch nicht rund

Eiszeit : Bahnverkehr läuft in NRW noch nicht rund

Wegen des Wetters kommt es im Zugverkehr weiter zu Ausfällen. Auch einen gefährlichen Unfall auf einem vermeintlich zugefrorenen See hat es bereits gegeben. Wie lange bleibt es so klirrend kalt?

Das eisige Winterwetter bleibt Nordrhein-Westfalen noch erhalten. Am Donnerstag werde mit Höchsttemperaturen zwischen minus 1 Grad im Rheinland und bis zu minus 8 Grad im Bergland gerechnet, erklärte der Deutsche Wetterdienst in Essen. Die nächsten Tage werden aber sonniger. In Westfalen türmte sich der Schnee teils bis zu einer Höhe von 30 Zentimetern. Das nutzten Menschen zu einem Winterausflug auf Langlaufskiern.

Der Zugverkehr lief immer noch holprig. Die Lage im besonders betroffenen nördlichen Nordrhein-Westfalen entspanne sich, doch gebe es weiter Einschränkungen, erklärte die Deutsche Bahn. Für einige Linien wurden Ausfälle gemeldet oder die Strecken wurden nur auf Abschnitten befahren. Bei der Nordwestbahn waren in Ostwestfalen mehrere Verbindungen noch bis Donnerstag eingestellt.

Fast ganz Nordrhein-Westfalen lag unter einer mehr oder weniger dicken Schneedecke. Die meisten Flocken hat der Norden abbekommen. Im Raum Bielefeld lagen am Mittwoch laut Wetterdienst 30 Zentimeter Schnee, am Flughafen Münster/Osnabrück waren es 27 Zentimeter, im Ruhrgebiet verbreitet 5 bis 10 Zentimeter. In Kleve am Niederrhein war die weiße Pracht 16 Zentimeter hoch, aus der Eifel wurden 3 Zentimeter gemeldet.

In Bergkamen brach ein zehnjähriger Junge in einen zugefrorenen Ententeich ein. Mit einer mutigen Aktion wurde das Kind, das bis zur Brust im eiskalten Wasser stand, mit Hilfe einer Leiter von zwei Anwohnern gerettet. Der Retter legte die Leiter auf die Eisfläche, näherte sich vorsichtig mit Unterstützung einer weiteren Helferin und zog das Kind aus dem Wasser. Der Junge befand sich fünf Meter vom Ufer entfernt.

Die Stadt Aachen warnte vor dem Betreten von Eisflächen. Das sei gefährlich und nicht erlaubt. Auch nach mehreren aufeinander folgenden klaren Nächten mit deutlichen Minusgraden sollte man die Gefahren beim Eislaufen nicht unterschätzen. Der Ruhrverband in Essen betonte, das Betreten der Eisflächen und das Schlittschuhlaufen auf Stauseen und Talsperren sei lebensgefährlich und verboten. „Die Gefahr, dass eine scheinbar tragfähige Eisfläche plötzlich nachgibt, besteht grundsätzlich bei jedem See oder Teich“, erklärte der Verband. Die Stadtwerke Wuppertal berichteten von vielen Meldungen über eingefrorene Wasserleitungen.

Der kälteste Ort in Nordrhein-Westfalen war in der Nacht zu Mittwoch Lippstadt bei Paderborn. Minus 23 Grad seien dort gemessen worden, teilte der Deutsche Wetterdienst in Essen mit. In Arnsberg wurden minus 22 und in Werl minus 20 Grad gemessen. Die Nacht zu Donnerstag soll in NRW mit Temperaturen zwischen minus 8 und bis zu minus 13 Grad nicht mehr ganz so frostig sein.

Nach Angaben des Wetterdienstes bleibt es erstmal eiskalt. Allenfalls das Rheinland könnte am Sonntag leicht in die Plusgrade kommen, sagte ein Sprecher. Nach dem Wochenende sei aber eine Wetteränderung in Sicht, es könnte wärmer werden.

(dpa)