Duisburg: Tragischer Notfall im Umfeld des 1. FC Köln

2. Liga : Tragischer Notfall im Umfeld des 1. FC Köln

Beim Spiel des 1. FC Köln in Duisburg hat es offenbar einen tragischen Notfall gegeben. Kölns Trainer war schnell aus dem Stadion geeilt.

Im engeren Umfeld des Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln hat es am Mittwoch offenbar einen tragischen Notfall gegeben. Das wurde unmittelbar im Anschluss des Nachholspiels zwischen dem MSV Duisburg und den Kölnern (4:4) bekannt.

Aus diesem Grund verzichteten auch beide Clubs auf Spieler- und Trainer-Interviews, wie die jeweiligen Pressesprecher nach Spielschluss mitteilten. Es handele sich dabei um einen medizinischen Notfall im unmittelbaren Umfeld von Markus Anfang, Coach des 1. FC Kölns.

Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Kölns Trainer Markus Anfang schnell aus dem Stadion eilte. Der FC wollte zunächst keine näheren Einzelheiten zu dem Vorfall bekanntgeben. „Fußball ist nicht das Wichtigste. Wir bitten darum, dass wir keine weiteren Details benennen können, solange der Trainer kein Signal gibt“, teilte eine Sprecherin des Clubs mit.

Sein Vater Dieter Anfang soll einen Herzinfarkt erlitten haben, berichtete „Bild“.

Duisburg erkämpft Punktgewinn gegen Köln - Wolze trifft zum 4:4

Kevin Wolze hat dem MSV Duisburg immerhin einen Punkt um im Kampf um den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga gesichert und den 1. FC Köln um eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf gebracht. Der Abwehrspieler rettete seinem Team am Mittwochabend im Nachholspiel mit dem Freistoßtreffer in der 81. Minute das 4:4 (2:1) gegen den Tabellenführer, der am nächsten Montag im Schlagerspiel auf den Hamburger SV trifft und sechs Runden vor Saisonschluss zehn Punkte Vorsprung auf den Dritten hat.

Die Duisburger schoben sich bei vier Punkten Rückstand auf den Relegationsrang auf Platz 17 vor. Vor 25 675 Zuschauern in der Duisburger Arena trafen zuvor Jhon Cordoba (24./53.), Louis Schaub (47.) und Simon Terodde 54.) für Köln, Moritz Stoppelkamp (2./71.) und Lukas Fröde (29.) für Duisburg

FC-Coach Markus Anfang stellte sein Team in der englischen Woche auf drei Positionen um. So kam im Angriff Torjäger Simon Terodde für Anthony Modeste zum Zug. Kalt erwischt wurden die Kölner in der 15 Minuten später gestarteten Partie allerdings in der Abwehr. Nach 108 Sekunden traf Stoppelkamp per Direktabnahme nach Vorarbeit von Fabian Schnellhardt zum 1:0 für die Gastgeber.

Die Duisburger waren gut im Spiel und zeigten sich gut erholt von der 2:4-Heimpleite gegen Ingolstadt. Cauly Oliveira Souza und Stanislav Iljutcenko hatten weitere Möglichkeiten für die Gastgeber. Doch die Kölner nutzten ihren ersten guten Angriff und kamen durch Cordoba zum Ausgleich. Nur fünf Minuten später gelang Fröde der erneute Führungstreffer für den MSV.

Mit drei Toren binnen sechs Minuten drehte der Tabellenführer die Partie. Zunächst traf Schaub zum Ausgleich, dann gelang Cordoba, der seinen 16. Saisontreffer erzielte, per Kopf das 3:2 und kurz darauf erzielte Terodde seinen 28. Saisontreffer zum 4:2. Stoppelkamp schaffte noch einmal den Anschlusstreffer und Wolze gelang mit einem Freistoß der viel umjubelte Ausgleich.

(dpa/red)
Mehr von Westdeutsche Zeitung