Zwei Fässchen Alt für die Queen und ein Dankesbrief für König

Zwei Fässchen Alt für die Queen und ein Dankesbrief für König

Füchschen-Chef gratulierte Elisabeth II. zum Thronjubiläum per Brief und Biersendung. Und siehe da: Der Hof war ganz und gar amused.

Düsseldorf. Wenn Füchschen-Chef Peter König vor dem Öffnen eines Briefes den Braumeister hinzu ruft, dann muss es wirklich eine ganz besondere Postsendung sein, die der Briefträger da dieser Tage in der Hausbrauerei an der Ratinger Straße zugestellt hat. Und es war ein ganz besonderer Brief — davon kündete schon das königliche Wappen und der rote Stempel mit der Aufschrift: Buckingham Palace. „Da war ich doch etwas nervös“, sagt König. Ja nun, wann bekommt man schon mal Post vom britischen Königshaus?

Nicht, dass Ex-Karnevalspräsident König total überrascht war von dem Brief. Schließlich hatte er ja vorgelegt. Schon auf der Rheinkirmes im Sommer kam im Füchschen-Zelt die Idee auf, Elisabeth II. zu ihrem 60. Thronjubiläum zu gratulieren.

Anfang November war es dann soweit: Zwei festliche Fässchen Füchschen Alt wurden nach London in den Buckingham Palast geschickt. Auf den kleinen goldenen Tonnen war die Queen durchaus etwas respektlos als Füchsin verkleidet, neben ihr ein Königspudel. Dazu verfasste Königs Sekretärin Margit Reker („Eine englische Freundin hat mit sehr geholfen“) allerdings ein formvollendetes Glückwunschschreiben in feinstem Oxford-Englisch an den Privatsekretär, der übrigens wie folgt zu adressieren war: „The Right Hon Sir Christopher Geidt — The Private Secretary to her Majesty The Queen“.

Und siehe da: Bereits eine Woche später machte der Postbote König mit besagtem Brief nervös. Unter dem Wappen des Buckingham Palace und mit Datum 13. November schreibt Susan Hussey, die Hofdame der Queen („Lady-in-Waiting“) dem „Dear Mr. Konig“: „Ihre Majestät war sehr berührt, dass Sie so nett waren, ihr zwei dekorierte Fässer von Ihrem Bier zu schicken...“.

„Als ich den Brief in Händen hielt und las, hatte ich eine Gänsehaut. Das war ein bewegender Moment für mich und meine Mitarbeiter“, sagt König. Ins gleiche Kuvert steckte der Hof übrigens auch die Standard-Dankeskarte der Königin mit Bildern aus ihrer Regierungszeit. Längst müssen halt auch die Royals sparen.

Peter König wiederum hat schon lange eine royale Ader, vor ein paar Jahren verkleidete er sich gar einmal als Elisabeth II. „Wer weiß, vielleicht lässt sich aus dem Briefwechsel ja sogar eine tiefergehende Beziehung zwischen unserer Brauerei und dem Königspalast machen“, hofft er.

Dazu müsste man wissen, ob jemand am Hofe das Füchschen mal probiert hat. Wenn schon nicht Elisabeth herself, dann doch womöglich Prinz Harry. . .

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