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Zu viel Streetwork in der Altstadt?

Zu viel Streetwork in der Altstadt?

Obdachlose: Angeblich gibt es zu zahlreiche Hilfsangebote in der Altstadt und zu wenige in anderen Stadtteilen.

Düsseldorf. Das Ergebnis der Hilfeeinrichtung Axept nach achtjähriger Arbeit mit Obdachlosen in der Altstadt ist unstrittig: Es ist friedlicher geworden. Die Ansiedlung weiterer sozialer Angebote war zudem eine gute Ergänzung. Umso härter traf die Axept-Mitarbeiter Christa Diederichs und Thomas Wagner jetzt die Nachricht, dass ihre Stellen ersatzlos gestrichen werden sollen. Wie die WZ berichtete, hat das Sozialamt am Mittwoch im Fachausschuss die Politiker mit einer Vorlage überrascht, welche empfiehlt, die beiden Streeworker-Posten nicht mehr weiter zu finanzieren. Damit wäre Axept (Altstadt, Streetwork, Zusammenarbeit) tot.

Pater Wolfgang Sieffert wundert sich über den Umgang mit Axept. "Was alles behauptet wird, ist abenteuerlich. Es gibt keinen Überschuss an Hilfsangeboten, unsere Sprechstunde ist immer proppenvoll." Auch stimme man sich seit Jahren problemlos mit allen Streetworkern in einem extra Arbeitskreis ab.

Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft von Axept in der Altstadt steht noch aus, Grüne und FDP haben sich Beratungsbedarf ausbedungen. "Es kann nicht sein, dass die Verwaltung stickum eine solche Sache einfädelt", sagt Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP). Eindeutig ist jedoch die Haltung der CDU, Stefan Friedel: "Wir brauchen in der Altstadt nicht mehr so viel Streetwork. Das wird in Eller und Holthausen dringender gebraucht."