Zu viel Gegenwind für neue Bestleistungen

Zu viel Gegenwind für neue Bestleistungen

Denise Moser läuft ihrer Bestzeit über 1500 Meter hinterher. Hannah Hosten kommt beim Hochsprung aus dem Rhythmus.

13 junge Leichtathleten bis 18 Jahre aus Düsseldorfer Vereinen waren zu den Deutschen Jugend-Meisterschaften nach Rostock gefahren und kämpften drei Tage lang um Meistertitel und Medaillen.

Für viele Athleten war es schon ein Erfolg, überhaupt die hohen Normen für die DM-Teilnahme geschafft zu haben. Bei ihnen gab es keine Medaillenträume, sondern nur die Hoffnung, zum Höhepunkt der Saison eine neue persönliche Bestleistung zu erreichen. Das war aber in Rostock fast unmöglich. Heftige Winde bliesen an der Ostsee den Läufern wie Springern entgegen und verdarben die erhofften Top-Leistungen. Und heiß mit bis zu 33 Grad war es auch noch.

So konnte man am Samstag die SFD-Mittelstrecklerin Denise Moser nur bedauern, die sich für die 1500-Meter-Strecke erst zum letztmöglichen Termin vor zwei Wochen bei den NRW-Meisterschaften mit persönlicher Bestzeit von 4:46,79 Minuten qualifiziert hatte. In ihrem Vorlauf, den die Berlinerin Nele Weßel in 4:52,72 Minuten gewann, lief die 18-Jährige ab der 1000-Meter-Marke hoffnungslos hinterher. „Auf einmal wurde das Tempo so schnell, dass ich nicht mehr mitkam“, sagte die Einser-Abiturientin. In der Gesamtwertung belegte Denise Moser (5:09,36 Min.) Rang 18.

Ganz anders war es der 18 Jahre alten Hochspringerin Hannah Hosten (ASC) ergangen. Sie hatte die U 20-DM-Norm mit 1,71 Meter schon frühzeitig geschafft, und als am Samstagnachmittag die Höhe von 1,70 Meter aufgelegt wurde, da klappte bei ihr kein Sprung mehr. Heftiger Wind störte nicht nur sie bei den wenigen Anlaufschritten. Nur sechs Springerinnen kamen über 1,70 Meter hinweg. Hannah belegte mit vier weiteren Springerinnen und der Höhe von 1,65 Meter „nur“ Rang sieben.

Besonders schlimm waren am Freitagnachmittag die Sprints gegen Böen bis zu fast fünf Meter pro Sekunde. Da konnte man von Glück reden, wenn es nur 2,7 Meter/Sekunde-Gegenwind waren wie beim Vorlauf von Janet Twum-Barimah (ASC/18). Sie lief die 100 Meter in 12,59 Sekunden, zunächst um zwei Hundertstel zu langsam, um als 24. noch ins Halbfinale zu kommen. Doch eine Konkurrentin verzichtete, und Janet durfte nochmals laufen — dann in 12,51 Sekunden bei einem Gegenwind von 2,6 Meter/Sekunde sogar schneller. In der Gesamtwertung war das dann noch der 18. Rang. Für das Finale der schnellsten Acht hätten es 12,32 Sekunden sein müssen. Sie ist stolz darauf, dass sie nunmehr schon zum dritten Male bei der Jugend-DM im Halbfinale dabei war.

Vom TV Angermund war der einzige für die DM qualifizierte Athlet Gregory Minoue nicht am Start. Der 16-jährige hatte sich auch erst bei den NRW-Meisterschaften vor zwei Wochen für den 110-Meter-Hürden-Lauf qualifiziert, aber auch zusammen mit seiner Mutter Urlaub für das Wochenende gebucht.