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Zehn-Zentner-Bombe in Düsseldorf entschärft

18.000 Menschen betroffen : Zehn-Zentner-Bombe in Düsseldorf entschärft

In Düsseldorf ist eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe gefunden worden. Tausende Menschen waren betroffen. Bei der Evakuierung kam es zu Verzögerungen.

In Düsseldorf-Rath ist am Dienstagvormittag eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe gefunden worden. Noch am Abend wurde die Bombe entschärft. Anwohner durften in ihre Häuser zurückkehren, für weitere wurden Rückfahrten und Rücktransporte organisiert. Bahn- und Flugverkehr, die im Zuge der Evakuierung vorübergehend eingestellt worden waren, liefen wieder an. Die Straßensperrungen wurden wieder aufgehoben, wie die Stadt mitteilte.

Der Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg wurde bei Sondierungsarbeiten im Bereich der Bochumer Straße /Ecke Gelsenkirchener Straße gefunden. Etwa 7100 Menschen mussten ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen. In einem äußeren Radius waren weitere 11 000 Menschen aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu bleiben.

 Nach dem Fund einer zehn Zentner schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird der Fundort anlässlich der Entschärfung von der Polizei großräumig abgesperrt.
Nach dem Fund einer zehn Zentner schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird der Fundort anlässlich der Entschärfung von der Polizei großräumig abgesperrt. Foto: dpa/Christophe Gateau

Evakuierung verzögerte sich

Im näheren Umkreis des Fundortes befanden sich unter anderem ein Altersheim und mehrere Kindertagesstätten. Ursprünglich war die Entschärfung für 20.00 Uhr geplant, dann auf 21.00 Uhr verschoben worden. „Wir hatten mehr als 100 Krankentransporte“, sagte der Feuerwehrsprecher. Dies sei ein überdurchschnittlicher Wert, der sich verzögernd auf den Zeitplan ausgewirkt habe. Auch die Evakuierung eines Seniorenzentrums habe viel Planung und Organisation erfordert. Personen im Evakuierungsbereich machten eine erneute Verschiebung der Entschärfung notwendig. Mehr als 500 Kräfte waren nach Angaben der Stadt bei der gesamten Evakuierungsaktion im Einsatz..

Um 21.48 Uhr wurde schließlich mit der Entschärfung begonnen, um 22.19 Uhr kam per Twitter die Nachricht: „Bombe ist entschärft!“

Während der Maßnahmen kam es zu erheblichen Einschränkungen im Verkehr. Zuführende Straßen wurden ab 19.00 Uhr gesperrt. Im öffentlichen Nahverkehr waren insgesamt sechs Straßenbahn- und Buslinien von dem Bombenfund betroffen. So musste unter anderem die S-Bahnlinie S6 umgeleitet werden. Auch der Flugverkehr war vorübergehend eingestellt.

(red/dpa)