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Zehn Höhenretter aus Düsseldorf bei Gondeleinsatz in Köln

Zehn Höhenretter aus Düsseldorf bei Gondeleinsatz in Köln

Auf der Kirmes hatten sie noch trainiert. Idee für Seilbahn in Düsseldorf wird weiter geprüft.

Düsseldorf. Wenn Kölner das Wort Düsseldorf und Deutscher Meister in Kombination hören, schmeckt ihnen meist das Kölsch nicht mehr. Am Sonntag dagegen applaudierten hunderte Zuschauer begeistert bei jedem Fahrgast, der von den Düsseldorfer Höhenrettern aus den Gondeln gerettet wurde, die in bis zu 70 Metern Höhe über dem Rhein festhingen. Zehn Spezialisten aus der Truppe, die schon sieben Mal den Deutschen Meistertitel gewonnen haben, waren an dem spektakulären Seilbahn-Einsatz beteiligt.

Auf der Größten Kirmes am Rhein hatten die Höhenretter noch geübt, wie man Menschen aus Karussells in großer Höhe befreit. Am Sonntagnachmittag kam dann der Ernstfall. Die Kölner Kollegen hatten um Unterstützung gebeten, weil 65 Personen, darunter 20 Kinder, in den Gondeln der Seilbahn gefangen waren.

Über die Tragseile mussten sich die Höhenretter vorkämpfen, um zu den Fahrgästen zu gelangen. Die wurden dann in Geschirren langsam auf die Feuerwehr-Boote oder den Boden abgeseilt.

Auf die Planung, auch in Düsseldorf eine Seilbahn zu bauen, hat das Unglück wohl keinen Einfluss. Davon ist jedenfalls Norbert Czerwinski, der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, überzeugt: „Grundsätzlich ist die Seilbahn ein sicheres Verkehrsmittel. Die Anlage in Köln ist aber nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik.“ In Düsseldorf könnte die neue Siedlung auf dem Gelände der Bergischen Kaserne über eine Seilbahn mit dem Staufenplatz verbunden werden. Diese Idee wird zurzeit von der Verwaltung überprüft.