Straßenschilder werden in Kürze um die neuen Namen ergänzt Zehn Düsseldorfer Straßen haben jetzt einen neuen Namen

Düsseldorf · Nach jahrelanger Diskussion hat der Stadtrat im Februar beschlossen, dass zehn Namensgeber historisch so belastet waren, dass sie aus dem Düsseldorfer Straßenbild verschwinden sollen. Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt beginnt nun auch eine vierwöchige Frist für eine Klage vor dem Verwaltungsgericht.

Die Lüderitzstraße ist einer von zehn Straßennamen, die aus dem Stadtbild verschwinden werden.

Die Lüderitzstraße ist einer von zehn Straßennamen, die aus dem Stadtbild verschwinden werden.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

(rö) Die Umbenennung von zehn historisch belasteten Straßennamen ist am Samstag, 18. Mai, im Amtsblatt öffentlich bekannt gemacht worden. Damit hat nun auch eine vierwöchige Klagefrist gegen die Umbenennung begonnen. Umbenannt werden damit die Leutweinstraße in Auenblick, Petersstraße in Eisvogelweg, Pfitznerstraße in Clara-Schumann-Straße, Woermannstraße in Am Auwald, Lüderitzstraße in An der Kämpe, Wilhelm-Schmidtbonn-Straße in Erika-Mann-Straße, Hans-Christoph-Seebohm-Straße in Helene-Weber-Straße, Porschestraße in Ilna-Wunderwald-Straße, Wissmannstraße in Hermann-Smeets-Straße (Zuordnung Wissmannstraße 6, 8 und 10 zu Friedensplätzchen 6, 8 und 10) und Schlieffenstraße in Radschlägerweg.

In Kürze werden nach Angaben der Stadt die neuen Straßennamenschilder montiert. Die bisherigen Straßennamenschilder werden durchgestrichen, aber noch ein Jahr vor Ort sichtbar bleiben.

In den nächsten Wochen erhalten die Betroffenen Informationen zur kostenfreien und von Amts wegen ausgeführten Ummeldung ihres Wohnsitzes, ihres Kraftfahrzeuges, ihres Bewohnerparkausweises und ihres Gewerbes mit jeweils separaten Schreiben. Bis zum Eintreffen der Informationen zum weiteren Vorgehen bittet die Stadtverwaltung, von einer eigenständigen Ummeldung abzusehen.

Bei Unklarheiten können sich Betroffene per E-Mail an [email protected] oder telefonisch an 0211-8994276 wenden. Zusätzlich steht unterstützend vor Ort auch die Bezirksverwaltungsstelle zur Verfügung.

Mit Hilfe eines wissenschaftlichen Beirates erfolgte eine Überprüfung all jener Straßennamen, deren Namensgeber nach dem Jahr 1870 verstorben sind. Der Schwerpunkt der Untersuchungen lag auf den Gebieten Kolonialismus, Militarismus, Nationalsozialismus und Antisemitismus. Zwölf Straßennamen wurden als nicht haltbar eingestuft. Der Rat hatte am 22. Februar die Umbenennung beschlossen.

(rö)
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