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X-Buggys: Die Freiheit auf vier Rädern

X-Buggys: Die Freiheit auf vier Rädern

Beim zweiten XbuggyDay sind am Wochenende rund 30 der Cross-Buggys über die Kö und die Automeile Höherweg gerollt. In ganz Deutschland gibt es nur etwa 1000 Cross-Buggy-Fahrer.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Ein Gefühl von Freiheit - das vermitteln Cross-Buggys ihren Fahrern. Am zweiten XBuggyDay präsentierten die stolzen Besitzer von 30 Cross-Buggys ihre Wagen auf der Kö. Neben den dicken Reifen und einem Überrollbügel zeichnet jeden Wagen ein eigenes Maskottchen aus. Stelio Katsogridakis (32) hat die Tour und das Treffen mitorganisiert. "Das X steht unter anderem für die Vielfalt der Modelle. Genauso zeigen wir Fahrer unsere Individualität, indem wir Fahnen oder Stofftiere am Wagen befestigen." Die Buggys treffen sich auf dem Reiterhof Uhlenhof. Es ist das zweitgrößte Treffen in Deutschland. Dann geht es mit einer Tour über die Kö, die Automeile Höherweg, und Landstraßen bis nach Solingen.

"Fast jeder hat nach einer Buggy-Fahrt ein Grinsen im Gesicht."

Die Wagen sind straßentauglich und die Fahrer benötigen keinen zusätzlichen Führerschein. Man kann alleine oder zu zweit mit dem Cross-Buggy fahren. "Die Buggys sind für Jedermann", sagt Walter Zajaczkowski (58). "Jeder, den ich nach einer Buggy-Fahrt gesehen habe, hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Das liegt wahrscheinlich an der Luft, die einem um die Nase weht - oder an dem Kontakt zum Boden." Trotzdem können die Wagen mit ihren etwa 10 PS bis zu 80 Stundenkilometern schnell fahren. "Einziges Manko ist, dass das Fahren bei schlechtem Wetter weniger Spaß macht. Doch auch hier zeigt sich die Bastel-Leidenschaft der X-Buggy-Fahrer", erläutert Katsogridakis mit einem Lachen. "Manche haben ein Dach an dem Überrollbügel montiert. Man kann sagen: je härter der Fahrer, desto weniger hat er an seinen Wagen montiert."

Martin Herzog (39) ist für das Treffen extra aus Heilbronn angereist. Für die 400 Kilometer über Landstraßen hat er neun Stunden gebraucht - er kriegt immer noch nicht genug vom Fahren, und setzt sich für die Tour sofort wieder "in den Sattel."

Trotz Überrollbügel und Anschnallen ist X-Buggy-Fahren gefährlicher als Autofahren: der Fahrer hat keinerlei Knautschzone und es besteht keine Helmpflicht. "Deswegen fährt man ja bewusster", sagt Katsogridakis.

In ganz Deutschland fahren nur etwa 1000 Cross-Buggys über die Straßen. Deswegen ist das Schöne an so einem Treffen auch das gemeinsame Fahren, Reifen an Reifen. Katsogridakis verspricht: "Auch im nächsten Jahr gibt es einen XbuggyDay!"