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NRW: Worringer Platz: Stadt will Dialog zum Zaun

NRW : Worringer Platz: Stadt will Dialog zum Zaun

Noch im dritten Quartal soll es Ortsbesichtigungen sowie eine Betrachtung des neuen Zauns in Umriss und Gestaltung geben.

In der Debatte um den neuen Zaun auf dem Worringer Platz möchte die Stadt einen Dialogprozess zum Umgang mit der Fläche rund um die Pizzeria herstellen. „Der Prozess soll noch im dritten Quartal 2021 beginnen und Besichtigungen vor Ort sowie eine Betrachtung der Abgrenzung in Umriss, Gestaltung und Ausführung beinhalten. Der Prozess soll mit allen relevanten Akteuren am Worringer Platz abgestimmt werden“, sagte eine Stadtsprecherin.

Ziel sei, für den Betreiber der Pizzeria einen geschützen Außenbereich zu schaffen und ein ungestörtes Miteinander von Gästen auf der Terrasse und Nutzern der sonstigen Aufenthaltsflächen auf dem Platz zu gewährleisten. „Dies ist bislang noch nicht gelungen“, sagte die Sprecherin. Die Verwaltung habe einer grundsätzlichen Abgrenzung der Außenterrasse zugestimmt, doch sei der Zaun in seinem jetzigen Zustand noch nicht abgenommen worden, denn die Einfriedung sei nicht fertiggestellt.

Die Genehmigung für den neuen Zaun, sie lag dem Betreiber der Pizzeria bereits im vergangenen Jahr vor, wurde nach Abstimmung mit der damaligen Verwaltungsspitze von der Marktverwaltung erteilt. Die Zuständigkeit wurde laut Sprecherin der Marktverwaltung zugeordnet, da es sich um eine Marktfläche handelt und die Pizzeria als Marktbestandteil ebenfalls in die Zuständigkeit der Marktverwaltung fällt. „Der ursprünglich 2005 geplante Marktbetrieb konnte mangels Interessenten nicht realisiert werden. Der Schwerpunkt wurde daher auf den auch schon in der ursprünglichen Planung vorgesehenen Imbiss/Pizzeria verlagert“, so die Stadtsprecherin.

Nachdem die grüne Bezirksbürgermeisterin Annette Klinke nach dem unprofessionellen Aufbau des Zauns umgehend den Rückbau gefordert hatte, weil öffentlicher Raum allen Menschen zur Verfügung stehen sollte und damit auch der Drogen- und Trinkerszene vor Ort, fordert auch die erste stellvertretende Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks 1, Sabine Schmidt (CDU), dass „für eine gute Lösung Gespräche geführt werden müssen“. Sie bedauert es, dass der Aufbau vor etwas mehr als einem Monat komplett an der Politik vorbeiging, zeigt aber auch Verständnis für den Gastronom, der wegen der Drogenszene um sein Geschäft fürchtet. „Aber der Zaun in seiner jetzigen Form ist wirklich unglücklich gebaut worden und muss anders gestaltet werden“, sagte Schmidt.