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Wohnen: Ampel bestätigt 2950 Euro als Obergrenze

Wohnen: Ampel bestätigt 2950 Euro als Obergrenze

Stadtspitze und CDU fallen mit ihren 3400 Euro im „preisgedämpften“ Segment durch.

2950 Euro pro Quadratmeter — diese Obergrenze als Verkaufspreis für Wohneigentum im sogenannten preisgedämpften Sektor des Handlungskonzeptes setzte die Ampel aus SPD, Grünen und FDP auch im Haupt- und Finanzausschuss durch. Das Nachsehen hatte die CDU — aber wie im Fall des verkaufsoffenen Sonntags zur Pro Wein (siehe Seite 13) auch die Stadtspitze um OB Geisel. Geisel unternahm dabei einen kleinen Abstimmungsspagat: So enthielt er sich beim Ampel-Antrag der Stimme; votierte danach aber für das so geänderte Handlungskonzept und besagte Obergrenze von 2950 Euro.

Dabei hatte seine Verwaltung — nach Anhörungen von Experten des Immobiliensektors — eine Anhebung auf 3400 Euro gefordert. Das sei eine für die Zielgruppe auch durchaus „leistbare Größenordnung“. „Nein, 3400 Euro sind beim besten Willen nicht preisgedämpft“, konterte Markus Raub (SPD). Die CDU wollte die 3400 Euro als äußerste Obergrenze, in etlichen Stadtteilen und Lagen könne man wohl darunter bleiben. Alexander Fils: „Ihre Senkung führt nur dazu, dass weiterhin keine einzige Eigentumswohnung in dem Segment gebaut wird.“ Manfred Neuenhaus (FDP) hielt dagegen: „So macht man keine Familien- sondern Investorenpolitik.“ Geisel wiederum kündigte an, noch vor der Entscheidung im Rat erneut mit der Immobilienwirtschaft zu eruieren, was die äquivalente Summe zum preisgedämpften Mieten von 9,60 Euro sei. A.S.