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Wo Düsseldorfer vor Weihnachten noch Spenden können

Wohltätigkeit : Spenden in der Weihnachtszeit: Hier können Düsseldorfer Gutes tun

Kurz vor Weihnachten wächst die Spendenbereitschaft. Aber wo können sich Hilfsbereite jetzt noch engagieren? Ein paar Möglichkeiten.

Wie jedes Jahr wird der Gedanke erst wenige Wochen vor Heiligabend konkret. Spenden und Gutes tun, das nehmen sich viele vor. Dafür zu sorgen, dass auch andere Menschen genügend Lebensmittel für die Festtage haben, jedes Kind ein Geschenk oder jede Familie einen Tannenbaum hat, wird für viele kurz vor Weihnachten zum Herzensprojekt.

Tannenbaum und Lebensmittel „Die Weihnachtszeit öffnet Herzen und Portemonnaies“, weiß auch Gabriele van den Burg, die seit 13 Jahren mit dem Verein Froschkönige gegen Kinderarmut rund 750 Familien aus Düsseldorf und Umgebung betreut und mit Geld- und Sachspenden unterstützt. Die Spendenbereitschaft sei auch in diesem Winter so hoch gewesen, dass kein Kind unterm Weihnachtsbaum leer ausgehe. „Wir haben dank der vielen Spender für jedes Kind unserer Familien ein Geschenk“, sagt van den Burg.

Auch dank der vielen festen Spendenpaten, die über das Jahr hinweg die Kosten für neue Schuhe, Brillen oder auch Schokotickets für die Kinder einer Familie übernehmen. Weil der Verein im ständigen Austausch mit den Familien ist, wissen van den Berg und ihr Team, was sich die Kinder und Familien wünschen und können konkret nach Spendern für Puppenhaus, Kuschelhund oder einem Paar Markenschuhen aufrufen. In dem 23 Quadratmeter großem Lager stapeln sich die Geschenkkartons aktuell bis zur Decke. Das heißt aber nicht, dass der Verein keine weitere Unterstützung braucht. „Wir freuen uns über jede weitere Geldspende, die bis zum 20. Dezember bei uns eingeht. Davon werden Weihnachtsbäume oder Lebensmittel für die Festtage gekauft. Nur wenige unserer Familien können sich das aus eigener Kraft leisten“, sagt van den Berg. Kontakt zum Verein gibt es unter https://www.froschkoenige-ev.de/

Spenden vor Weihnachten sind hier noch sehr willkommen: Die Give-back-Initiative sammelt Spenden für Obdachlose und braucht noch Unterstützung. Foto: Give Back Initiative

Geschenkpakete für Obdachlose Während sich die Sachspenden im Lager des Vereins Froschkönige gegen Kinderarmut stapeln, ist es im Lager der Give back Initiative noch viel zu leer. „Dieses Jahr läuft es echt schleppend. Letztes Jahr um die Zeit war der Keller schon deutlich voller“, sagt Jennifer Neumann. Seit fünf Jahren unterstützt die 31-Jährige die Give back Initiative, die das ganze Jahr über Sachspenden für Obdachlose sammelt und sie einmal im Monat in der Altstadt mit Bollerwagen verteilt. „Vor Weihnachten rufen wir auf, dass Leute Geschenkboxen packen. Beim Inhalt können sie ganz kreativ sein. Warme Sachen, Hygieneartikel, Schokolade und Plätzchen können mit ins Paket“, sagt Neumann. Schön verpackt werden sie dann am 21. Dezember an Obdachlose verteilt. „Wir treffen uns um 15 Uhr am Grabbeplatz. Mit unseren roten Bollerwagen geht es dann los.“

Im vergangenen Jahr kamen gut 150 Geschenkboxen zusammen. „Wir haben uns auch sehr darüber gefreut, dass viele Menschen die Tour durch die Altstadt begleitet haben. Auch Familien, die ihren Kindern vermitteln wollen, das es auch an Weihnachten um Nächstenliebe und Mitgefühl gehen sollte. Jeder ist auch dieses Jahr herzlich willkommen“, sagt Neumann.

Bis zum 20. Dezember werden noch Pakete gesammelt. Sie können Jennifer Neumann in Bilk vorbeigebracht werden, die Adresse und weitere Informationen teilt sie unter der Telefonnummer 01525 5483165 mit. Die Give back Initiative ist auch auf Facebook vertreten.

Lichtskulptur gespickt mit Kinderwünschen Tradition haben viele Wunschbäume, die jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit im Stadtgebiet aufgestellt werden. An ihren Zweigen hängen Karten, auf denen Kinder ihre Wünsche aufgemalt haben. An den meisten dieser Bäume, so auch auf dem Carlsplatz, hängen drei Wochen vor Weihnachten keine Wünsche mehr. Anders im Stilwerk an der Grünstraße. Dort warten noch jede Menge Karten mit Kinderwünschen, um von Düsseldorfern gepflückt zu werden. Die Wunschkarten hängen dieses Jahr allerdings nicht an einem Tannenbaum, sondern an der großen Lichtskulptur im Zentrum der Ausstellung „Shelter of Love“ im Foyer. Insgesamt rund 300 Kinder, die von der Stiftung Kinderhilfezentrum unterstützt werden, haben im November ihre Weihnachtsträume daran gehängt. Die Organisation ist eine Einrichtung des Städtischen Jugendamtes mit dem Ziel, Familien zu unterstützen, die durch individuelle, gesellschaftliche oder soziale Belastungssituationen ihre Kinder nicht ausreichend versorgen können oder deren Entwicklung und Gesundheit gefährdet ist. So können Düsseldorfer mithelfen: ein Wunschkärtchen abnehmen, das beschriebene Geschenk im Wert von maximal 30 Euro besorgen, verpacken und im Stilwerk bis zum 19. Dezember bei C. Bechstein Centrum abgeben. Dort werden die Geschenke verwahrt, bis sie kurz vor Weihnachten an die Kinder übergeben werden.

Haarschnitt oder Zeit mit dem Pony Immer mehr Privatleute starten im Netz selbst kleine Initiativen, um Bedürftigen zu Weihnachten eine Freude zu machen. Eine Frisörin verschenkt einen neuen Haarschnitt an Rentner mit wenig Geld oder an Kranke, die nicht mobil sind. Eine junge Frau, die ihre Kochkünste lobt, bietet an, in diesem Jahr etwas mehr zu kochen und älteren oder bedürftigen Personen etwas davon vorbeizubringen. Aber auch Zeit mit den Haustieren oder mit dem eigenen Pferd wird online im Düsseldorfer Nettwerk verschenkt. Diese Aufrufe richten sich an Kinder, deren Familien sich Reitstunden oder Ausflüge zum Ponyhof finanziell nicht leisten können. „Helfen geht so einfach. Es reichen schon kleine Gesten, um die Welt wenigstens zu Weihnachten ein bisschen besser zu machen“, lautet einer von vielen lobenden Kommentaren zu diesen Aufrufen im sozialen Netzwerk.