Für nachhaltigen Kiosk Wim-Wenders-Gymnasium erhält Umweltpreis

Düsseldorf · Für ihren nachhaltigen Schulkiosk erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Auszeichnung des Naturschutzbundes. In den Pausen verkaufen sie frische Lebensmittel – und kochen gemeinsam mit Senioren von nebenan.

Die Schülerinnen und Schüler des Wim-Wenders-Gymnasiums haben einen nachhaltigen Schulkiosk entwickelt.

Die Schülerinnen und Schüler des Wim-Wenders-Gymnasiums haben einen nachhaltigen Schulkiosk entwickelt.

Foto: Wim-Wenders-Gymnasium

Ein fahrbarer Kiosk aus Holz, an dem frische Lebensmittel auf dem Schulhof angeboten werden, selbst gestaltet von Schülern und betrieben unter Einbindung der Nachbarschaft – diese Idee hat dem Naturschutzbund (NABU) gut gefallen. Am Dienstag hat der nordrhein-westfälische Landesverband das Wim-Wenders-Gymnasium für seinen ökologisch-nachhaltigen Schulkiosk mit dem Dr.-Hermann-Klingler-Jugendpreis ausgezeichnet.

Zwei Jahre lang hatte ein Team aus Schülerinnen und Schülern an dem Kiosk geplant, designt und gebaut. Er besteht aus zwei fahrbaren Holzständen und steht jeden Tag an einer anderen Stelle auf dem Schulhof. Die Schüler verkaufen dort frisches Obst und Gemüse, das sie von Bauern aus der Region beziehen, sowie Fingerfood – also alles, was man in der Pause unkompliziert mit den Händen essen kann.

Das Projekt funktioniert generationsübergreifend: Die jungen Menschen arbeiten zusammen mit den Senioren im St. Josef Seniorenheim, das sich nur wenige Meter entfernt befindet und in dessen Küche die Speisen zubereitet werden. Von dort aus wird das Essen zu Fuß an den Marktstand gebracht und verkauft.

Das Projekt soll nicht nur Bewusstsein für Nachhaltigkeit und den Umgang mit Lebensmitteln vermitteln, sondern auch das wirtschaftliche Denken der Jugendlichen fördern, wie Schulleiterin Antonietta Zeoli sagt. „Lehrer Carsten Lenden hat das Projekt mit ihnen entwickelt, vom Projektplan bis zur Wirtschaftlichkeitsprüfung“, sagt sie. Lenden ist verantwortlich für den Themenbereich Nachhaltigkeit, er unterrichtet am Gymnasium Chemie und Sozialwissenschaft. Am Projekt gearbeitet haben die Schülervertretung sowie die Klassen 9 bis 12. Der Kiosk ist seit diesem Schuljahr in Betrieb und habe sich bereits bewährt. „Wir haben gemerkt: Kurze Wege und gute Zusammenarbeit bringen Qualität und Wirtschaftlichkeit“, so Zeoli. Die Schüler haben einen Arbeitsplan entwickelt und arbeiten in Schichten, auch Profit machen sie bereits. Der werde an den Förderverein gespendet und komme für gute Zwecke zum Einsatz. Der Einsatz der Schülerinnen und Schüler wurde nun mit dem zweiten Platz beim Jugendumweltpreis gewürdigt. Der Dr.-Hermann-Klingler-Jugendpreis für engagierte Kinder und Jugendliche wird vom NABU NRW und dessen Jugendorganisation NAJU in einem Wettbewerb für kreative Projekte von Schülerinnen und Schüler vergeben, die zum Natur- und Klimaschutz beitragen.