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Wie sich Uni und Firmen für die Zukunft rüsten müssen

Gastkommentar : Wie sich Uni und Firmen für die Zukunft rüsten müssen

Unsere Gastautorin Heike Wieland-Blöse stellt unter anderem ein besonderes Studienmodell der Heine-Uni vor.

Seit langem ist die Wirtschafts- und Finanzmetropole Düsseldorf für viele Unternehmen erste Wahl. Zusätzlich rücken heute zwei weitere Fragen in den Fokus: Wo positionieren wir uns in der digitalen Welt? Und wie können wir junge, digitalaffine Menschen für unser Unternehmen gewinnen? Die Anwendung neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Machine Learning sind dabei nur ein Teil der Herausforderungen. Die Region Düsseldorf braucht innovative Köpfe, hochqualifizierte Fachexperten und starke Führungspersönlichkeiten, um als Standort attraktiv und wettbewerbsfähig zu bleiben. Nur wer auf ein starkes Fundament aufbaut, kann sich in der digitalen Zukunft behaupten.

Als Vorstandsmitglied einer mittelständisch geprägten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft weiß ich das aus eigener Erfahrung. Die richtige Mischung aus Kontinuität und Innovation, aus rheinischer Bodenständigkeit und digitaler Schaffenskraft ist ein Balanceakt, der für die Gestaltung unserer internen Prozesse genauso wichtig ist, wie bei der Umsetzung für unsere Mandanten und in der Kommunikation mit interessierten Absolventen. Den richtigen Nachwuchs zu gewinnen ist besonders im Zeitalter der Digitalisierung entscheidend. Prüfung und Beratung erfordern heute deutlich mehr – aber nicht nur – fachliche Diversität. Teams aus Wirtschaftswissenschaftlern und Juristen werden durch Informatiker und Data Scientists ergänzt. Wir sind dringend auf junge Menschen angewiesen, die zwischen den verschiedenen Bereichen Brücken bauen können.

 Die Autorin, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Prof. Dr. Heike Wieland-Blöse, geht in ihrem Beitrag der Frage nach, wie die Wirtschafts- und Finanzmetropole Düsseldorf in Zeiten der Digitalisierung als Standort attraktiv und wettbewerbsfähig bleiben kann. Heike Wieland-Blöse ist Vorstandsmitglied der Warth & Klein Grant Thornton AG und verantwortet das Ressort Human Resources.
Die Autorin, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Prof. Dr. Heike Wieland-Blöse, geht in ihrem Beitrag der Frage nach, wie die Wirtschafts- und Finanzmetropole Düsseldorf in Zeiten der Digitalisierung als Standort attraktiv und wettbewerbsfähig bleiben kann. Heike Wieland-Blöse ist Vorstandsmitglied der Warth & Klein Grant Thornton AG und verantwortet das Ressort Human Resources. Foto: Warth & Klein Grant Thornton AG

Die Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität bietet dafür ein hybrides Studienmodell an. Absolventen des Studienschwerpunkts audit | digitisation | data science (add | hhu) verfügen über das notwendige Rüstzeug an der Schnittstelle von klassischer BWL, IT-Systemen und modernen Datenanalysemethoden. Gerade in von Zahlen dominierten Bereichen wie Steuern, Controlling und Wirtschaftsprüfung sind die Erwartungen an die neuen Technologien hoch. Vieles ist schon möglich, was noch vor kurzem unmöglich schien. Aber wohin die Reise geht, bleibt mit Spannung zu erwarten. Wichtig ist, dass junge Beschäftigte über Kompetenzen verfügen, die sie sicher auf schnelllebige technologische Trends und den unaufhaltsamen digitalen Wandel reagieren lassen.

add | hhu bringt genau den Nachwuchs hervor, den wir als Düsseldorfer Traditionshaus brauchen: Hochqualifizierte und motivierte Absolventen mit fundierten Kenntnissen und der nötigen Kreativität im Umgang mit den Herausforderungen der Zukunft. Wer als Unternehmen von diesen Absolventen profitieren möchte, muss sich allerdings seinerseits als attraktiver Arbeitgeber positionieren – und in die Lehre an den Hochschulen einbringen.

Prof. Dr. Heike Wieland-Blöse ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Vorstandsmitglied der Warth & Klein Grant Thornton AG und verantwortet das Ressort Human Resources. Im April wurde sie zur Honorarprofessorin im Fach Betriebswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf