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Wie sich Frauen in Düsseldorf vernetzen​

Überblick über die Clubs : Frauenpower gebündelt in Netzwerken

In verschiedenen Organisationen pflegen Frauen den Austausch untereinander und sind gemeinnützig tätig. Ein Überblick.

Längst haben auch Frauen gelernt, wie bedeutend Netzwerke sind, der berufliche Austausch muss dabei nicht unbedingt an erster Stelle stehen. Wichtig ist vielen Clubs in der Landeshauptstadt gesellschaftliches Engagement. Wir stellen eine Auswahl der Düsseldorfer Netzwerken vor, in denen Frauen Mitglieder sind.

Soroptimistinnen

Soroptimist International ist die weltweit größte Service-Organisation berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. Der erste Club wurde 1921 in den USA gegründet, der erste deutsche Club entstand 1930 in Berlin. In Düsseldorf sind die Soroptimistinnen seit 1958 vertreten, derzeit gibt es sieben Clubs mit insgesamt mehr als 250 Mitgliedern. Damit ist Düsseldorf deutschlandweit die Stadt mit den meisten Soroptimistinnen. Die Mitglieder eines jeden Clubs in der Landeshauptstadt treffen sich einmal monatlich im Industrie-Club im Gebäude des Steigenberger Parkhotels zum gemeinsamen Essen, Austausch und interessanten Vorträgen.

Soroptimistinnen verstehen sich – frei übersetzt – als die besten Schwestern (lateinisch: Sorores optimae). Sie unterstützen einander und engagieren sich insbesondere für ungehinderten Zugang zu Bildung für Frauen und Mädchen. Unter dem Motto „Bewusstmachen, bekennen, bewegen“ setzen sie sich zudem für weltweiten Frieden, Menschenrechte und internationale Verständigung ein. Soroptimist International positioniert und engagiert sich seit Jahren außerdem klar gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

www.soroptimist.de

Inner Wheel

International Inner Wheel ist eine der größten internationalen Frauen-Service-Organisationen weltweit und mit 108 000 Mitgliedern in 100 Ländern aktiv. Im Jahr 2024 wird das 100-jährige Bestehen gefeiert. Inner Wheel stellt die Freundschaft und den Dienst am Nächsten in den Vordergrund. Freundschaft, Hilfsbereitschaft und internationale Verständigung sind die wesentlichen Kernpunkte aller Inner-Wheel-Aktivitäten; die Mitglieder müssen nicht berufstätig sein.

In Deutschland gibt es 230 Inner-Wheel-Clubs – davon zwei in Düsseldorf – mit insgesamt fast 8800 Mitgliedern, der erste deutsche Club wurde 1968 gegründet. Ähnlich wie die Soroptimistinnen treffen sich auch die Mitglieder der beiden Düsseldorfer Inner-Wheel-Clubs einmal im Monat im Industrie-Club. Darüber hinaus kümmern sie sich ehrenamtlich um Menschen in Not und unterstützen förderungswürdige Projekte – sowohl auf lokaler, als auch auf nationaler und internationaler Ebene.

www.deutschland.innerwheel.de

Zonta

Zonta International wurde 1919 in den USA gegründet und ist ein weltweiter Zusammenschluss berufstätiger Frauen in verantwortungsvollen Positionen mit dem gemeinsamen Ziel, die Lebenssituation von Frauen im rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern. Weltweit gibt es in 63 Ländern mehr als 1100 Clubs mit 28 000 Mitgliedern. Großen Wert legt Zonta auf Vielfalt, also die Mischung von Berufen, Talenten und Generationen – über den eigenen beruflichen Horizont zu schauen und Einblicke in andere Berufe zu bekommen, ist für jedes Mitglied ein persönlicher Gewinn. Berufstätigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Mitgliedschaft bei Zonta, damit das Netzwerk spannend und innovativ bleibt, heißt es. Darüber hinaus sind die Pflege von Freundschaft und gegenseitige Hilfe wesentliche Elemente des Netzwerks – dafür steht das Motto „Zonta ist Begegnung – weltweit“. Es gibt zwei Clubs in Düsseldorf – auch hier finden monatliche Treffen im Industrie-Club statt.

www.zonta-union.de

BPW

Die International Federation of Business and Professional Women (BPW International) wurde 1930 gegründet und ist heute eines der einflussreichsten internationalen Netzwerke von berufstätigen Frauen mit Tochtergesellschaften in mehr als 100 Ländern auf fünf Kontinenten. Zu den Mitgliedern gehören einflussreiche weibliche Führungskräfte und Unternehmerinnen. In Deutschland gibt es rund 30 regionale Clubs mit rund 1300 Mitgliedern, die sich für Chancengleichheit in Beruf, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einsetzen, darunter beispielsweise für gleichen Lohn von Frauen und Männern. Der Düsseldorfer Club wurde 1952 gegründet und gehört mit mehr als 100 Mitgliedern zu den größten in Deutschland. Einmal monatlich finden an unterschiedlichen Orten Netzwerkabende und Vortragsabende zu unterschiedlichen Business-Themen statt. Zu den besonderen Projekten des Düsseldorfer Clubs, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert, gehört zum Beispiel das Mentoring-Programm. Mentorinnen des Clubs stehen Mentees in verschiedenen Anliegen unterstützend zur Seite.

www.bpw-duesseldorf.de

Initiative Women into Leadership (IWiL)

IWiL, ein gemeinnütziger Verein zur nachhaltigen Entwicklung weiblicher Führungskräfte, wurde 2017 als exklusives und nachhaltiges Netzwerk für Frauen auf Top-Ebene gegründet. Es soll nicht nur einen breiten Erfahrungsaustausch jenseits des Corporate Mainstreams ermöglichen, sondern insbesondere qualifizierten Frauen den Weg ins Top-Management erleichtern. Ziel der Initiative ist es, Spitzenpersönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Medien, Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft als Mitglieder zu gewinnen, damit diese als persönliche Mentoren hochqualifizierte und erfolgreiche Frauen im Rahmen eines Mentoring-Programms auf ihrem Weg an die Spitze begleiten. Sie richtet sich an jüngere Talente und an Frauen, die bereits auf Abteilungs- oder Bereichsleitungsebene sind.

www.iwil.eu

Moment

Moment ist ein berufliches Netzwerk selbstständiger Unternehmerinnen in kreativen und beratenden Berufen aus Düsseldorf und Umgebung. Die Mitglieder tauschen sich bei den monatlich stattfindenden Netzwerktreffen aus. Dadurch bekommen sie vielfältige Impulse und Inspirationen für ihre geschäftlichen Aktivitäten. Dabei werden Businessideen reflektiert und Lösungen für die alltäglichen Herausforderungen, die die Selbstständigkeit mit sich bringt, gesucht.

Insgesamt deckt das 2010 gegründete Netzwerk bisher rund 20 Branchen ab. Typisch für die Treffen ist eine herzliche Atmosphäre, in der sich jedes Mitglied mit seinem Wissen und Erfahrungen einbringen kann. Dem Netzwerk beitreten können selbstständige Unternehmerinnen.

www.moment-network.de