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Wie geht es mit dem Düsseldorfer Aalschokker weiter?

Altstadt : Wie geht es mit dem Aalschokker weiter?

Das Schiff im alten Hafenbecken ist marode und nicht erhaltenswert.

Der äußere Eindruck, den der Aalschokker im alten Hafenbecken macht, täuscht nicht. Tatsächlich ist das Schiff, das dort seit 1996 liegt, völlig marode. Das geht es einem Gutachten hervor, dass vom Schifffahrtsmuseum in Auftrag gegeben wurde. Darin heißt es auch, dass sich eine Sanierung des Aalschokkers nicht rechnet. Stattdessen soll der Kahn durch ein anderes historisches Schiff ersetzt werden. Das geht aus einer Vorlage hervor, die am nächsten Freitag in der Bezirksvertretung 1 (Stadtmitte, Altstadt) diskutiert wird.

Die Sanierung des Aalschokkers würde mindestens 240 000 Euro kosten. Das 50 Tonnen schwere und fünf Meter breite Schiff müsste mit einem Tieflader zu einer Werft gebracht werden. Alternativ könnte das Wasser im Alten Hafen abgelassen werden. Erneuert werden müsste die gesamte Takelage, der Mast ist verwittert, die Gaffel gebrochen. Auch die Stahlkonstruktion hat schwere Mängel und es müssen undichte Stellen im Vorschiff lokalisiert und repariert werden. Hinzu kommen jährliche Instandsetzungskosten von bis zu 5000 Euro.

Außerdem wird festgestellt, dass der Aalschokker „kein museal erhaltenswertes Objekt“ sei. Das Gutachten geht auch davon aus, dass das Boot niemals zum Aalfang benutzt wurde. Zudem heißt es, dass der Originalzustand des Schiffes nicht ohne weiteres erkennbar ist und es sich hier auch nicht wirklich um einen Aalschokker handelt. Die Aufwendungen zur Erhaltung des Schiffes stehen somit in keinem Verhältnis zu seiner Bedeutung. Empfohlen wird, das Schiff zur Entsorgung auf eine Werft zu bringen, was etwa 75 000 Euro kosten soll.

Stattdessen solle sich die Stadt auf die Suche nach einem anderen historischen Schiff machen, was einschließlich aller Nebenkosten rund 75 000 Euro teuer sein wird. Um den Vorschlag umzusetzen, muss die Politik allerdings das Geld dafür bereitstellen. si