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Wettkampf: Mit Teamgeist zum Erfolg rudern

Wettkampf: Mit Teamgeist zum Erfolg rudern

Kirmes-Atmosphäre im Medienhafen. Drachenboot-Regatta lockte neben den Wettrennen mit viel Programm.

Düsseldorf. Unter tosenden Trommelgeräuschen kämpfen sich die Ruderer in den Booten Schlag um Schlag in Richtung Ziel. Nur noch wenige Sekunden zum erhofften Sieg.

Oder liegt das Boot auf der Startbahn nebenan um wenige Zentimeter vorne? Diese Frage stellten sich viele Menschen am Wochenende, denn der Medienhafen verwandelte sich zum 14.Mal in den Schauplatz der bekannten Drachenboot-Regatta und begeisterte mit den spannenden Wettrennen wie im letzten Jahr mehrere zehntausend Besucher.

"Eine wirklich tolle Veranstaltung", sagt Ulrike Zöller, die ihre Mannschaft von der Brücke aus anfeuern möchte. "Wirklich wieder top organisiert." Und das finden auch die fleißigen Ruderer.

"Wir haben uns um 21 Plätze verbessert", sagt Betty Kranz, Ruderin der Flying Doctors, ein Team, das sich aus Mitarbeitern des Evangelischen Krankenhauses (EVK) und der Paracelsus-Klink zusammen setzt. "Wir waren eins mit dem Wasser".

Doch nicht nur Sportlerfreunde kommen zum Zuschauen vorbei. "Die Leute wissen, dass wir hier für jede Altersgruppe etwas anbieten", sagt Stadtwerke-Sprecherin Christina Näckel.

Die Stadtwerke organisieren die Regatta. Bullriding, Minihüpfburgen, Mal und Bastelstände für die Kleinen. Ein Abenteuer zum Luftanhalten für die Großen. Sie können beim Office Building Running die Fassade eines der Gehry-Bauten herunterlaufen. Natürlich angeseilt.

Während samstags ausschließlich Großunternehmen aus Düsseldorf und Umgebung mit ihren Kunden und Mitarbeitern teilnehmen dürfen, ist der Sonntag für die kleine Unternehmen und soziale Einrichtungen reserviert, die mit ihren 20-köpfigen Ruder-Teams zeigen wollen, was sie drauf haben.

30Mannschaften sind bei der "Funregatta" an den Start gegangen, die einzelnen Teilnehmer sind so gut wie ungeübt. "Wir haben vorher dreimal trainiert.", sagt Yvonne Larfeld, Mitglied des Teams Toshiba Dragons.

Die 23-Jährige sieht in der Veranstaltung auch eine Art Förderung des betrieblichen Klimas. "Man lernt seine Kollegen richtig kennen und entwickelt gemeinsam Teamgeist."

Aber nicht nur Institutionen, auch fünf Schulen sind am Sonntag angetreten. Darunter die Realschule Benrath. Coker Gramlich hat dort gerade seinen Abschluss gemacht und Sonntag mit seinem Team den 2. Platz belegt. "Es macht Spaß, hier teilzunehmen, aber es ist auch ganz schön anstrengend," gibt der 16-Jährige zu.