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Wetten dass...?: Thomas Gottschalk - „Ihr seid ein verwöhntes Pack“

Wetten dass...?: Thomas Gottschalk - „Ihr seid ein verwöhntes Pack“

Gottschalk frotzelte beim „Warm up“ deftig herum. Die Show machte dann einmal mehr gelungen Werbung für Düsseldorf.

Düsseldorf. Ein tolles Spektakel wurde den gut 3300 Zuschauern (darunter NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, "Volle Kanne"-Moderator Ingo Nommsen und Messechef Werner Dornscheidt) in der Rheinhalle der Messe Düsseldorf bei der 180. "Wetten dass...?"- Show geboten.

Anfangs herzt und scherzt Moderatoren-Dino Thomas Gottschalk beim Warm-Up noch mit dem Düsseldorfer Publikum, dann tritt er auch schon in das erste Fettnäpfchen. Gottschalk: "Vor Düsseldorf habe ich ja immer so ein bisschen Angst, ihr seid ja so ein verwöhntes Pack hier." Das war aber auch schon sein schlimmster Fehltritt.

Diesmal gab es neben viel Lokalkolorit ( u.a. schräger Auftritt von Wahldüsseldorfer Hape Kerkeling als Uschi Blum) auch richtige Promis auf der wohl berühmtesten deutschen Fernsehcouch zu sehen. Neben dem unvermeidlichen Boris Becker und deutscher Fernsehprominenz wie Andrea Sawatzki, Heino Ferch und der Düsseldorfer Lokalmatadorin Heike Makatsch schauten auch Ex-Friends-Star Jennifer Aniston und Hollywood Knautschnase Owen Wilson kurz vorbei und nutzten die Gelegenheit, um ihren neuen Film vorzustellen.

Höflich lobte Frau Aniston auch "die tolle Kirche", die sie sich nachmittags angeguckt hat. Leider meinte sie nicht die schöne Neanderkirche oder St.Lambertus, sondern den Kölner Dom. So kann man in Düsseldorf natürlich nicht punkten. Nach knapp 45 Minuten musste der Besuch aus den USA dann auch schon wieder nach Hause düsen.

Extra aus Darmstadt angereist war "Wetten dass"-Fan Holger Kegel, entsprechend enttäuscht war er vom Kurzauftritt der Hollywood-Stars. "Die Auswahl der Gäste war toll, nur die Aniston war leider völlig nichtssagend", schimpfte Kegel.

Manch einer im Publikum ahnte wohl schon vorher, was kommen sollte, als Boris Becker ansetzte, um seine Überraschung platzen zu lassen: "Der wird doch jetzt wohl nicht als PR-Gag hier seine Verlobung bekannt geben", zischte es kurz vorher noch durch die Stuhlreihen. Nein, er verkündete lieber gleich den Hochzeitstermin mit seiner Ex-Ex Lilly Kerssenberg - was wiederum Kommentare gab.

Nichts auszusetzen hatte Zuschauer Steffen Schellenberger. "Meine Lieblingswette war natürlich die Motorradwette", sagt er. "Toll, dass die beiden auch die Wettkönige geworden sind."

Für die waghalsige Wette wurde eigens die Nordbahn des Flughafens gesperrt. Das ZDF war mit 30 Mitarbeitern vertreten, das THW sorgte mit 50 Mann für die Beleuchtung.

"Die Idee zur Wette hatte ich schon vor 15 Jahren, jetzt konnte sie endlich realisiert werden", so Schauer nach der Aktion. Während der Fahrt auf dem Hinterrad löste seine Freundin, kopfüber über die Lenkung gebeugt, die Achse der Vorderrades mit Hilfe einer Ratsche und wechselte das Vorderrad aus. "Ich vertraue ihm total", sagt Jeanette Effner.

Etwa 20 Mal habe sie den Balanceakt geübt. Auch leichte Unfälle gehörten dazu. Trotzdem hat sie sich immer wieder auf das Motorrad gesetzt. "Mein einziger Halt war der Motorschutz", sagt sie. Zwei dünne Bügel, hinter die sie ihre Füße klemmte. Obwohl alles glatt lief, hätte die Wette in einem Debakel enden können: Während der Fahrt waren die Bremsen heiß gelaufen und die Fahrt wurde von geplanten 35 Kilometern pro Stunde auf unfreiwillige 60 erhöht. Dennoch konnte der Motorradfahrlehrer seine Maschine kontrollieren.

Auf der Aftershow-Party im Hilton ging es dann für die 800 geladenen Gäste noch lange weiter. Für Rainer Makatsch auch die Gelegenheit, seine Tochter mal wieder zu sehen.

"Stolz ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber ich bin schon sehr froh über ihre Entwicklung," sagte der frühere DEG-Torwart. Für Interconti-Chef Jörg T. Böckeler war der Abend dagegen relativ früh beendet. Er musste um ein Uhr nach Hause fahren. Der Nachwuchs verlangte sein Fläschchen.