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Wettbewerb Hobbykoch 2012: Höchstleistungen am Herd

Wettbewerb Hobbykoch 2012: Höchstleistungen am Herd

Zwölf Kandidaten kämpfen bei Frank Petzchen um den Titel des „Hobbykochs 2012“.

Düsseldorf. Zwiebeln würfeln, Fett erhitzen, Tomaten schneiden, einen prüfenden Blick zu den anderen Kandidaten werfen, einen aufs Kochrezept: Eigentlich bräuchte es mindestens zwei Paar Augen und vier Hände, um all das gleichzeitig zu bewerkstelligen. Vor allem wenn die Zeit drängt, jede verstrichene Minute über Sieg und Niederlage entscheiden kann. Und obwohl die Kandidaten, die an ihren Herden um den Einzug ins Finale des Wettbewerbs „Hobbykoch 2012“ kämpfen, nach außen souverän wirken — der Schweiß auf ihrer Stirn verrät doch, dass ihnen dabei Höchstleistung abverlangt wird.

In der Vorrunde des vom Magazin „Der Feinschmecker“ ausgerichteten Wettkampfes stellen am Samstag insgesamt zwölf Männer und Frauen aus ganz NRW ihr Talent in der Küche unter Beweis. Das Gericht, welches es zuzubereiten gilt: Weißer Heilbutt mit Tomaten-Thymian-Confit. „Anspruchsvoll und mit typischen Elementen der französischen Küche“, erklärt Frank Petzchen, Gastgeber und Inhaber der Kochschule an der Steinstraße. Gekostet und bewertet werden die Ergebnisse von einer sechsköpfigen Jury, der Sieger wird am Ende des Tages gekürt.

Also keine Zeit verlieren und los. Ursel Lommel aus Haan geht mit der Aufgeräumtheit der geübten Hausfrau zu Werke. Doch an der kulinarischen Herausforderung beißt sie sich die Zähne aus. Ihr Heilbutt wird nicht rechtzeitig fertig, mit Geschmack und Optik ist sie nur halb zufrieden. „Es hätte besser werden können“, bedauert die 63-Jährige, die schon als Kind gerne ihrer Mutter zur Hand gegangen sei. Aber mit dem Sieg rechne sie ohnehin nicht, sie sei aus Spaß dabei.

Thomas Deckert wird als Erster fertig. Geschickt zerreibt der Düsseldorfer zum Schluss Zitronenschale über den Tellern, kleine gelbe Flocken rieseln auf Fisch und Tomaten. „Es war schwer, ein unbekanntes Gericht zuzubereiten, aber nichts ist misslungen.“ Der 32-jährige Uhrmachermeister habe bereits viele Kochkurse besucht und verwöhne mit seinen Fähigkeiten nicht nur seine Frau, sondern auch Freunde und Verwandte. Was ihn am Kochen Freude bereitet? „Die Abwechslung. Und es entspannt.“

Seine Begeisterung teilt er mit vielen Düsseldorfern. „Kochen ist nach wie vor ein Thema“, weiß Petzchen. Bei seinen großen Koch-Events nähmen regelmäßig um die 40 Gäste teil — Männer ebenso wie Frauen. Ein Unterschied: „Frauen mögen es praktisch, Männer nutzen am liebsten das gesamte Küchenwerkzeug.“