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Werden für Ed Sheeran Bäume versetzt?

Werden für Ed Sheeran Bäume versetzt?

Die Gewächse könnten in eine Baumschule gebracht werden.

Düsseldorf. Das Konzert des britischen Sängers Ed Sheeran am 22. Juli hat sm Donnerstag den Düsseldorfer Stadtrat beschäftigt. Die Politiker diskutierten die Frage, wie Bäume auf dem geplanten Gelände (Messeparkplatz P1) bewahrt werden können. Eine Baugenehmigung liegt zwar noch nicht vor. Da der Zeitdruck aber groß ist, wird erwogen, die Umpflanzung der Bäume vorab auf den Weg zu bringen. Die Kosten für die Umpflanzung würde die städtische Veranstaltungstochter DCSE tragen.

Es geht nach städtischen Angaben um rund 70 satzungsgeschützte Laubbäume mit Stammumfängen zwischen 40 bis 60 Zentimetern. Sie müssten mit Blick auf die Witterung bis spätestens Ende April umgepflanzt sein. Bis dahin tragen sie noch kein Laub und die Chancen, dass sie am neuen Platz gut anwachsen, sind entsprechend höher. Folglich müssen die Politiker bis Anfang April zu einer Entscheidung kommen, auch wenn sie dann noch nicht über den Bauantrag abstimmen.

Die Befürworter dieses Plans argumentieren, dass so der Verlust der Bäume verhindert werden könne. Erhielten sie keinen „Zwischenaufenthalt“ in einer Baumschule müssten sie nach Erteilung der Baugenehmigung gefällt werden. Die Genehmigung zum Umpflanzen der Bäume wird jedoch mit der Auflage erteilt, dass die Bäume so lange in der Baumschule bleiben müssen, bis die Baugenehmigung erteilt ist. Erst danach dürfen sie an ihren endgültigen Bestimmungsort verpflanzt werden. So ist sichergestellt, dass vor Erteilung der Baugenehmigung keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden.

Das Ed-Sheeran-Konzert war ursprünglich in Mülheim geplant, wurde aber wegen Problemen mit dem Naturschutz nach Düsseldorf verlegt. Die DCSE wiederum hatte die Pläne für ein Konzertgelände für bis zu 100 000 Zuschauer eigentlich erst für die nächsten Jahre ins Auge gefasst, dann aber kurzfristig die Sheeran-Möglichkeit genutzt. Zahlreiche Politiker kritisierten, bei dieser Entscheidung nicht eingebunden worden zu sein.