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Düsseldorf: Wenn die Stadt aus allen Nähten platzt

Düsseldorf : Wenn die Stadt aus allen Nähten platzt

Am Wochenende hielten sich nicht nur die Menschenmassen auf Rekordniveau, auch die Umsätze taten es.

Düsseldorf. Wer am vergangenen Wochenende seine Weihnachtseinkäufe erledigt hat, fand sich plötzlich in der vollsten City des Jahres wieder. Vor allem am Samstag war es drückend eng auf den Gehwegen an Schadowstraße, Königsallee und in der Altstadt. Besonders im Bereich des Heinrich-Heine-Platzes konnten die Gehwege die Menschenmassen kaum noch aufnehmen, erst ab 18 Uhr entspannte sich die Lage in der Stadt.

Düsseldorf: Wenn die Stadt aus allen Nähten platzt

Die Parkhäuser in Altstadtnähe waren bereits ab 11.30 Uhr voll ausgelastet und es kam zu teils heftigen Rückstaus in die Kreuzungs- und Einmündungsbereiche hinein. Auf der Heinrich-Heine-Allee führte das zu erheblichen Staus. Gegen 17 Uhr dauerte es laut Polizeiangaben bis zu 25 Minuten, um vom Ratinger Tor bis zum Heinrich-Heine-Platz voranzukommen. Eine Strecke, für die sonst nicht mehr als ein paar Minuten draufgehen.

Das sah auch am vergangenen Sonntag nicht anders aus, am letzten verkaufsoffenen des schwindenden Jahres. Es staute sich erneut auf der Heine-Allee, die Verkehrskadetten hatten alle Mühe, den Verkehr in Zaum zu halten. „Autos fahren über Rot, Fußgänger laufen dazwischen. Die Verkehrsregeln missachten viele an solchen Tagen“, sagte beispielsweise Judith Friedrichs, die an der Kreuzung Heine-Allee/Theodor-Körner-Straße mithalf den Verkehr zu regeln.

Dennoch: Auch am Samstag war sie im Einsatz, so schlimm sei es am Sonntag nicht gewesen. Engpässe gab es nur auf der Schadowstraße im Bereich des Weihnachtsmarktes. Dort ging es auf dem Gehweg nur schleppend voran, aber dennoch stetig.

Große Freude an den Menschenmassen dürften die Einzelhändler in den Geschäften gehabt haben. „Das vergangene Wochenende war das umsatzstärkste in der Adventszeit“, freute sich Anne Linnenbrügger-Schauer von Handelsverband NRW. Die Besucherfrequenz und den Umsatz ordnet sie „mindestens auf Vorjahresniveau, teils sogar deutlich darüber“ ein.

Auch auf den Weihnachtsmärkten war es am Samstag voll wie noch nie in diesem Jahr: „Es war der Wahnsinn, so voll habe ich es bisher selten erlebt“, sagte beispielsweise Jutta Michaelis, die auf dem Engelchen-Markt Hampelmänner verkauft.

Wohingegen die Polizei einzelne Straßenabschnitte an den beiden vergangenen Adventssamstagen sperren musste, war das diesmal nicht notwendig. Es kam lediglich zu kleineren Einsätzen. 11 (Vorjahr: 14) Verkehrsteilnehmer hatten am Samstag ihre Fahrzeuge so behindernd abgestellt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Lediglich 64 (Vorjahr: 216) gebührenpflichtige Verwarnungen mussten die Beamten aussprechen.