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Wege für Fußgänger sollen in Düsseldorf verbessert werden.

Verkehrsprobleme in Düsseldorf : Schulkinder sollen die Straße sicher überqueren können

Die umweltfreundlichste Fortbewegungsart ist zuletzt in der Verkehrsplanung oft zu kurz gekommen.

Die Bezirksvertretung 6 hat sich von der Verwaltung ausführlich die Ergebnisse des Fußverkehrschecks vorstellen lassen, um zu erfahren, welche Projekte schnell umgesetzt werden können, um Problemstellen für Fußgänger zu beseitigen. So wurden beim Check 18 Verbesserungsvorschläge für die Stadtteile Unterrath und Lichtenbroich herausgearbeitet, von denen sieben Maßnahmen kurzfristig – also in den nächsten drei Jahren - umgesetzt werden sollen.

An der Krahnenburgstraße in Lichtenbroich beispielsweise soll für Schulkinder das Überqueren der Straße künftig sicherer werden. Dort soll ein Teil des Bürgersteigs vor der Schule verbreitert werden, um die Sicht auf die Fußgänger zu verbessern. Zudem ist geplant, Poller, die in der Dunkelheit von Fußgängern schlecht zu sehen sind, zu entfernen oder besser sichtbar zu machen. Außerdem sind auf der Krahnenburgstraße Geschwindigkeitsüberwachungen geplant.

Auch im Bereich der Hamborner Straße in Unterrath sollen schnell Verbesserungen in die Wege geleitet werden. An der Kreuzung mit der Kürtenstraße wird etwa eine Verlängerung der Ampel-Grünphase für Fußgänger gewünscht und an der Unterrather Straße soll nun doch die Einführung von Tempo-30 vor den Grundschulen geprüft werden. Auch entlang der Hamborner Straße ist vorgesehen, Pfosten, die in der Dunkelheit eine Gefahr darstellen, besser erkennbar zu machen.

Am Mintarder Weg sollen Container versetzt werden. Diese haben bislang auf dem Gehweg gestanden und diesen dadurch stark eingeengt. „Recycling-Container sollten grundsätzlich stadtweit so platziert werden, dass sie die Nutzbarkeit der Nebenanlagen nicht einschränken“, sagt die Verwaltung.

Düsseldorf hat sich am landesweiten Fußverkehrs-Check mit der Untersuchung der Stadtteile Unterrath, Lichtenbroich und Gerresheim beteiligt. Dabei wurde gemeinsam mit Bürgern bei Rundgängen erarbeitet, wo Strecken für Fußgänger verbessert werden können. Zurzeit berät die Verwaltung, in welchen Stadtteilen das Projekt fortgesetzt werden könnte. Darauf will die Bezirksvertretung 6 aber nicht warten. Bezirksbürgermeisterin Birgit Schentek (CDU) schlägt deshalb vor, selber im nächsten Jahr die Begehung von Mörsenbroich und Rath zu planen und dazu die Verwaltung dann einzuladen.