Weder Höffner, noch Schaffrath: Stadt Düsseldorf beerdigt Möbelhaus-Pläne

Stadtplanung : Stadt Düsseldorf beerdigt alle Möbelhaus-Pläne an der Theodorstraße

Nach Höffner-Rückzug hat offenbar auch Schaffrath kein Interesse mehr. Die Stadt Düsseldorf will dafür nun einen Gewerbepark in Rath.

Jahrelang beschäftigte Politik und Medien das zum „Möbel-Krieg“ hochgejazzte Gerangel der Unternehmen Höffner und Schaffrath, wer denn nun an der Theodorstraße in Rath eines oder mehrere Möbelhäuser errichten darf. Umgesetzt wurde jedoch nie irgendetwas. Jetzt macht die Stadt klar Schiff und beendet alle Möbelpläne, so es die überhaupt noch gab: „Der Möbel-Standort Theodorstraße wird aufgegeben“, heißt es lapidar in der aktuellen Vorlage von Baudezernentin Cornelia Zuschke, die am kommenden Mittwoch zunächst die Bezirksvertretung (u.a. Unterrath, Rath) berät, bevor der Planungsausschuss am 27. März entscheidet.

Nachdem Ende 2018 nach langer Hinhaltepartie Höffner seine Möbelhaus-Pläne für Rath zurückzog, stellt sich offenkundig nun heraus, dass auch Schaffrath entgegen früherer Ankündigungen keine Ambitionen mehr hat. Die Stadt habe keinerlei Hinweise oder Unterlagen erhalten zur Entwicklung von großflächigen Handelsflächen. Und, so Zuschke, die fehlende Investitionsbereitschaft an der Theodorstraße könne in eine allgemeine Trendwende im Möbeleinzelhandel eingeordnet werden, die da heißt: Das stationäre Möbelgeschäft schwächelt, weil immer mehr online abgewickelt wird.

Dafür soll es wenigstens beim geplanten Bau- und Gartenfachmarkt an der Theodorstraße bleiben. Ansonsten will die Stadt das Areal „als Potential für Ansiedlungen von Dienstleistungsbetrieben einschließlich Unternehmenszentralen und innovative Gewerbeansiedlungen produktions- und handwerksorientierter Branchen“ sichern. Denn die großzügigen und verkehrlich gut angebundenen Flächen (Flughafen, A52, Straßenbahnlinie 701) böten dafür einfach gute Voraussetzungen, glaubt die Stadt.

Dafür soll zunächst der Rahmenplan Einzelhandel geändert, der alte Bebauungsplan aufgehoben und eine Bürgerbeteiligung eingeleitet werden.

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