Wasser und Licht: Das sind die Baustellen an der Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle : Die Tonhalle ist ein Sanierungsfall

Undichte Terrassen, Fassaden und Leitungen müssen saniert werden. Auch die Beleuchtung ist ein Problem.

Die gute Nachricht vorweg. Das Leck in der Tonhalle, aus dem 200 Liter Wasser pro Stunde austraten und versickerten, ist gefunden und behoben, wie Tonhallen-Intendant Becker bestätigte. Die Quelle lag in einer stillgelegten Toilette hinter dem grünen Gewölbe. Daraus resultierende Feuchtigkeits- und Schimmelschäden werden saniert. Doch gibt es weitere Baustellen, die auch im Kulturausschuss am Donnerstag Thema sein werden.

Die Installationen des Hauses wurden – so Becker – 2005 bei der Sanierung des Hauses nicht ausgetauscht und sind zum großen Teil noch aus dem Jahr 1978, dem Baujahr der jetzigen Form der Tonhalle. Deswegen muss analysiert werden, welche Sanierungen zurzeit notwendig sind. Dies könnte eine umfassende Modernisierung des Leitungsnetzes bedeuten. Eine Kosten-Nutzen-Analyse, die noch in diesem Sommer stattfinden soll, kann Klärung darüber schaffen, welche Schritte drängen, welche Projekte eventuell gebündelt werden können.

Denn Undichtigkeiten gibt es auch bei den Terrassen und an Fassadenteilen. Bei weitergehenden Analysen ist man indes mit Problemen wie Plänen, die nicht mit der Ausführung übereinstimmen, konfrontiert. Genaue Summen können auch daher noch nicht genannt werden.

Auch die Beleuchtung des Saales muss begutachtet werden

Wieviel eine Erneuerung der Beleuchtung des Mendelssohn-Saals – jene, die die Kuppel in blaues Licht taucht – kosten würde, ist auch noch nicht klar. Und in der Tat gibt es auch hier Sanierungsbedarf. Die Steuerung der Leuchstoffröhren aus dem Jahr 2005 versagt zunehmend, es gibt Ausfälle. Auch hier soll in der Sommerpause eine Analyse angestrebt werden.

Ergebnis könnte ein Tausch der Röhren in moderne LEDs sein, die zudem auch ökologischer wären. Hierzu würde man sich in den kommenden Tagen bereits LED-Beleuchtungen vorstellen lassen, hieß es seitens der Tonhalle.

Diese sollen probeweise an einzelnen Stellen der Kuppel angebracht werden.

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