Wunschliste Was unsere Redaktion der Stadt zu Weihnachten wünscht

Düsseldorf · Fünf Wünsche haben wir aufgeschrieben, mit denen aus Düsseldorf eine Stadt der genutzten Chancen wird.

 Blick auf die Altstadt samt Riesenrad auf dem Burgplatz.

Blick auf die Altstadt samt Riesenrad auf dem Burgplatz.

Foto: Düsseldorf Tourismus

Düsseldorf ist eine wachsende Stadt, die sich immer weiter wandelt. Wir hoffen, dass sie auch eine der genutzten Möglichkeiten wird — und zwar so:

Fortuna Die Fortuna schafft den Klassenerhalt. Sie wird zu einem verbindenden Thema, das zu einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl in der Stadt beiträgt. Und es bereitet Spaß, sich mit den Besten zu messen. Nichts gegen Sandhausen oder Heidenheim, aber München, Dortmund oder Bremen haben einen anderen Reiz. Und dass es nächstes Jahr auch wieder nach Köln geht, ist reizvoll. Da kann man dem Geißbock doch mal zeigen, wie man erfolgreich Fußball spielt. Abheben muss dann aber noch keiner. Vom Klassenerhalt zur Teilnahme am Europacup ist ein weiter Weg. kri

Neue Mitte Die Bauarbeiten auf dem Gründgens-Platz schreiten planmäßig voran. Das Schauspielhaus wird in geschwungenem Weiß erstrahlen und mit umjubelten Aufführungen zu einem Zuschauermagneten. Die begrünten Terrassen des gläsernen Bürobaus verströmen Wald-Flair. Auf der schrägen Dachwiese des Dreiecksbaus pausieren tagsüber Menschen mit Kaffee und Chai Latte, abends treffen sie sich dort zum Feierabendbier. Der Platz am Dreischeibenhaus avanciert zu einem vibrierenden Zentrum der Stadt, ein Magnet für Einheimische und Touristen. TF

Gelassenheit Es gibt viele Dinge, die Düsseldorf zu einer angenehmen Stadt machen: Das Aussehen der Innenstadt hat sich weiter zum Positiven gewandelt. Es wird endlich wieder – teilweise sogar begeisternder – Bundesligafußball gespielt. Und es gibt eine Dichte an guten Restaurants wie wohl nirgendwo anders in NRW. Solche und andere Faktoren befördern die Landeshauptstadt regelmäßig in Rankings der lebenswertesten Städte der Welt. Dennoch ist das Außenbild — zumindest in Deutschland – ein anderes. Was dazu führt, dass man sich in der Rolle sieht, Düsseldorfer gegen Schickimicki-Klischees verteidigen zu müssen. Doch muss man das überhaupt? Mehr Gelassenheit ist angebracht. jaw

Größere Haie Der Aquazoo war schon vor dem teuren Umbau eine Attraktion und seitdem strömen die Besucher erst recht zum Nordpark. Ist die Frage „Warum eigentlich“ ketzerisch? Wenn man besonderen Wert auf seriöse Wissenschaft und auf gute Museumspädagogik legt, dann gewiss. Wenn man in einem Aquazoo vor allem Tiere sehen möchte, dann nicht. Denn richtig toll ist es immer noch nicht, was da so in den Becken und Terrarien liegt oder schwimmt. Womöglich ist das Haus deshalb so beliebt, weil es in Düsseldorf ansonsten keinen Zoo gibt. Wenn also ernsthaft über eine Erweiterung nachgedacht wird, dann darf die bitte nicht nur für die Mineralien-Sammlung erfolgen. Sondern möglichst für spannendere Tiere. Das kann sogar eine Seekuh sein, größere Haie und Krokodile wären allerdings allemal prickelnder. A.S.

Weniger Autos Die Düsseldorfer sehen es endlich ein: Die Zukunft des Verkehrs hängt nicht vom eigenen Auto ab. Zum ersten mal nimmt deshalb die Zahl der Neuanmeldungen pro Kopf ab. Auch deshalb, weil Stadt und Politik sich nicht vom Geschrei der Unverbesserlichen abbringen lassen und die Verkehrswende voranbringen. Weniger Raum für Autofahrer heißt mehr Gerechtigkeit für andere Verkehrsteilnehmer — mit mehr Fahrradständern, Radwegen, Umweltspuren sowie Bussen und Bahnen. ale