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Was man in Düsseldorf rund um den Carlsplatz unternehmen kann

Freizeit in Düsseldorf : Ein schöner Tag...rund um den Düsseldorfer Carlsplatz

Kein anderer Stadtteil ist so vielfältig auf kleinem Raum. Die Carlstadt bietet Kultur, einige von Düsseldorfs schönsten Plätzen und natürlich den Carlsplatz.

Ein schöner Tag in der Carlstadt beginnt in der Regel mit einem großen Irrtum. Jedenfalls, wenn man morgens mit einem Cappuccino auf dem Wochenmarkt startet. Denn der gehört eigentlich gar nicht zur Carlstadt,  die fängt erst dahinter an. Wer bei Aldi auf der verlängerten Königsallee einkauft, ahnt dagegen wahrscheinlich nicht, dass er sich in der Carlstadt befindet. Die  Grenze  ist die Herzogstraße. Kaum ein anderer Stadtteil ist so vielfältig wie die Carlstadt, Kunst, Gastronomie und ein lebendiger Einzelhandel prägen die Verlängerung der Altstadt.

Auch wenn ein paar Meter fehlen. Natürlich prägt der Carlsplatz den Stadtteil. Der Wochenmarkt hat sich längst zum Kommunikationszentrum entwickelt, wo man nicht nur einkauft. Zur Suppenküche Dauser  ziehen mittags ganze Bürogemeinschaften, um bei einem Teller Hausmannskost zu schwatzen. Und samstags, wenn die Wochenend-Besorgungen erledigt sind, verwandelt sich der Carlsplatz in eine Open-Air-Weinbar. Längst haben sich auch die Händler darauf eingestellt, dass die Kunden nicht nur Waren mitnehmen, sondern gern auch vorher kosten.

Der Alte Hafen war tatsächlich nie wirklich der Düsseldorfer Hafen. Er hat auch überhaupt keine Anbindung zum Rhein mehr. Foto: Dieter Sieckmeyer

Dass der Wochenmarkt sein Gesicht in den vergangenen Jahren verändert hat, ist vor allem Geschäftsführer Heiner Röckrath zu verdanken. Der setzt auch innovative Konzepte wie den Food Explorer, der erst vor einigen Wochen eröffnet hat. Das Düsseldorfer Start-up bietet hochwertige Produkte wie Öle und Gewürze aus aller Welt an, die teilweise exklusiv vertrieben werden.

Der Stadtteil hat jede Menge
Kultur auf kleinem Raum

So gestärkt kann man sich auf den Weg machen, um die Carlstadt zu entdecken. Loslegen kann man im Filmmuseum direkt gegenüber vom Alten Hafen, der übrigens weder alt noch wirklich ein Hafen war. Auf vier Etagen zeigt eine Dauerausstellung lebendige Filmgeschichte mit alten Projektoren, Modellen, Requisiten und Kostümen. Außerdem finden dort regelmäßige Sonderausstellungen statt.  Der Eintritt kostet fünf Euro, bei Sonderausstellungen sieben Euro.

Jede Menge Kultur hat die Carlstadt auf kleinem Raum zu bieten. Im Stadtmuseum an der Berger Straße steht ein Stück der alten Stadtmauer aus der Barockzeit. Foto: Dieter Sieckmeyer

Stadtgeschichte zum Anfassen kann man im Stadtmuseum an der Berger Straße erleben. Als Dauerausstellung ist dort eine stadtgeschichtliche Sammlung zu sehen. Und im Keller steht ein echtes Stück Stadtmauer aus der Barockzeit. Der Eintritt kostet vier Euro.

Wer es lieber etwas moderner mag, der kann am Rhein entlang zu „Kunst im Tunnel“, kurz Kit, spazieren. Unter der Erde wird hier zeitgenössische Kunst gezeigt. Oberirdisch können die Flaneure im Café eine Pause mit Blick auf den Rhein machen. Der Eintritt kostet vier Euro.

  Hochkultur gibt es übrigens auch in der Carlstadt: Auch das ehemalige Ständehaus mit der Kunstsammlung K21 gehört zum Stadtteil. Dort werden zurzeit Arbeiten des chinesischen Künstlers Ai Weiwei ausgestellt. Das Einzelticket kostet zwölf Euro, in Kombination mit dem K20 am Grabbeplatz (wo der zweite Teil der Ausstellung stattfindet) 18 Euro.

Romantik pur und Bummeln
ganz ohne jeden Stress

Nach so viel Kultur muss man natürlich mal an die frische Luft. Wer nur am Rhein entlang läuft, verpasst allerdings einiges. Die Halbinsel im Speeschen Graben gehört ganz klar zu den romantischsten Plätzen in der Stadt.

Wer nur am Rhein entlang spaziert, der verpasst einige der schönsten Plätze. Die Halbinsel am Speeschen Graben gehört zu den romantischsten Orten, die Düsseldorf zu bieten hat. Foto: Dieter Sieckmeyer

Aber auch den ganz anderen Einkaufsbummel kann man in der Carlstadt machen. Ganz entspannt. Denn die Einzelhändler an der Hohe und der Bilker Straße halten gern ein Schwätzchen mit ihren Kunden. „Das ist hier einfach individueller. Nicht so hektisch wie anderswo“, beschreibt Konrad Ochs den Stadtteil, in dem er seit 23 Jahren ein Bettenfachgeschäft für Schlafkultur mit dem Namen „Gute N8“ betreibt.

Einkaufen ohne Stress. In Hohe und Bilker Straße hat sich eine bunte Mischung aus originellen Geschäften, Galerien und Gastronomie angesiedelt.   Foto: Dieter Sieckmeyer

Eine bunte Mischung aus originellen Fachgeschäften, Designer-Mode und Galerien hat sich in dem Viertel einen festen Kundenkreis erobert. Dazu gibt es eine vielfältige Gastronomie, die sich teilweise auch in den Hinterhöfen entwickelt hat. Auch Hochklassiges wie das Café de Bretagne an der Ecke Bilker Straße/ Carlsplatz, wo regelmäßig verschiedene Sorten Austern angeboten werden, die direkt aus Frankreich an den Rhein kommen.

Wer nach einem aufregenden Tag noch einen spannenden Abend erleben will, kommt im Apollo Varieté auf seine Kosten, das sich unter der Rheinkniebrücke befindet. Alle zwei Monate wechselt dort das Programm.