Waldschule im Düsseldorfer Wildpark wird teurer

Waldschule im Düsseldorfer Wildpark wird teurer

Der Stadtrat hat am Donnerstag über die gestiegenen Kosten gesprochen. Weitere Themen waren verkaufsoffene Sonntage und Flüchtlinge.

Düsseldorf. Ungewohnt früh, gegen 17.30 Uhr beendete der Stadtrat am Donnerstag seine letzte Sitzung vor der Sommerpause. Obwohl es — ganz am Rande — auch um das ausgefallene Ed-Sheeran-Konzert ging, gab es kaum Streit. Und auch keine ausufernden Debatten. Hier ein Überblick über die wichtigsten Themen:

Waldschule Im Frühjahr 2019 soll die neue Waldschule im Wildpark eröffnen. Doch der Bau wird um mehr als 60 Prozent teurer als von der Stadt geplant: 2,3 statt der im Baubeschluss angegeben 1,4 Millionen Euro kostet die Waldschule. Kämmerin Dorothée Schneider verweist als Hauptgrund auf die Konjunktur im Baugewerbe, die dafür sorge, dass die Vergabe der einzelnen Gewerke schwierig sei und deutlich teurer werde. 300 000 Euro der Investition werden aus Spenden gedeckt.

Sonntagsöffnung An insgesamt sechs Sonntagen im zweiten Halbjahr 2018 sollen von 13 bis 18 Uhr die Geschäfte öffnen dürfen. Stadtweit sind nur zwei Termine übrig geblieben, der 26. August anlässlich der Messe Caravan Salon und der 9. Dezember im Advent. Den 4. November als verkaufsoffenen Sonntag zieht die Stadt von sich aus zurück. Einen stichhaltigen Anlass hatte der Termin nicht, die Stadt wollte ihn dem Einzelhandel gleichsam als „Bonbon“ für die lange Baustellen-Leidenszeit gewähren. Und stützte sich dabei zunächst auf die Sachgründe des neuen Ladenöffnungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen. Doch weil Verdi gerade erfolgreich gegen den Verkaufssonntag in Friedrichstadt und Unterbilk geklagt hat, fürchtete man im Rathaus offenbar eine weitere plötzliche Absage.

Flüchtlinge Anfang Juli lebten 1069 geduldete, im Grunde ausreisepflichtige Asylbewerber in Düsseldorf. Das geht aus der Antwort von Stadtdirektor Burkhard Hintzsche auf eine Anfrage im Stadtrat hervor. Die Menschen stammen aus 42 Staaten, unter anderem aus Afghanistan, Äthiopien, China, Irak, Iran, Syrien und Somalia. „Abschiebe-Hindernisse“ seien vor allem fehlende Pässe oder Ersatzdokumente, eine (noch) nicht geklärte Identität sowie gesundheitliche Gründe und familiäre Bindungen. Duldungen würden in der Regel nur für bis zu sechs Monate verlängert, so Hintzsche.

Ed Sheeran Wohl zum letzten Mal beschäftigte das geplatzte und in die Schalker Arena abgewanderte Konzert des britischen Sängers Ed Sheeran den Rat. Auf Anfrage der Linken teilte Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke mit, dass nicht der Stadt selbst, sondern ihrer „Tochter“, der Düsseldorf Congress Sport & Events (DCSE), Kosten von insgesamt 115 000 Euro unter anderem für Gutachten, die Aus- und Umpflanzungen von Bäumen und anderes entstanden seien. Die 60 umgepflanzten Bäume auf dem Messeparkplatz P1 werden erst im Herbst, wenn sie keine Blätter mehr tragen, an ihren alten Standort zurückgebracht.