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Wahlbezirk 10: Wiedon gegen Czerwinski in Unterbilk und Hamm

Wahlbezirk 10 : Wiedon gegen Czerwinski in Unterbilk und Hamm

Der Wahlbezirk 10 wird neu zugeschnitten, was im Rennen zwischen CDU- und Grünen-Kandidat den Ausschlag geben könnte.

Der Wahlbezirk 10 umfasst Unterbilk-West, Hafen und Hamm. Und geriet schon Ende Januar kurz mal in den Vorab-Wahlkampf. Denn die Stadt schnitt ihn als einen von 16 der insgesamt 41 Wahlbezirke neu zu. Das geschah immer da, wo ein Wahlkreis bei der Wählerzahl um mehr als 15 Prozent über oder unter dem Durchschnitt aller Bezirke liegt. Und so fiel aus dem Wahlkreis „Hafen und Unterbilk“ der Kirchplatz heraus, dafür kommt das ländliche Hamm hinzu.

Da verwunderte es nicht, dass die Grünen wenig begeistert waren, sahen sie doch ihre Chancen auf einen Direktsieg durch das „schwarze“ Hamm beeinträchtigt. Auch wenn sie nach außen eher stadträumlich argumentierten, wonach Hamm besser mit dem ländlichen Nachbarn Volmerswerth zusammenpasse als mit dem urbanen Unterbilk.

Wegen des neuen Zuschnitts lohnen Blicke auf frühere Wahlergebnisse wenig (bei der Kommunalwahl 2014 lag die CDU mit 30,2% vor der SPD mit 28,9 und Grün mit 20,7; bei der Europawahl 2019 waren die Grünen mit 37,2% haushoher Sieger über CDU, 18,3, und SPD, 13,9%).

Sei’s drum, interessant ist der „Zehner“ deshalb, weil zwei profilierte Ratsherren gegeneinander antreten. Für die CDU Stefan Wiedon, der Sportexperte der Fraktion, seit Jahren – auch medial – sehr präsent in wichtigen politischen Debatten der Gesamtstadt sowie im Stadtbezirk 3 (u.a. Unterbilk, Bilk, Flehe). Wiedon zeigt da gerne klare Kante, ohne ideologisch zu sein. Für die Grünen geht mit Norbert Czerwinski der Sprecher der Ratsfraktion in den Ring – und der Kopf seiner Fraktion insbesondere in der Verkehrspolitik, wo er sich dezidiert für die ökologische Verkehrswende einsetzt. Schwer haben dürfte es da die Architektin Ina Steinheider, die seit 2017 für die SPD im Rat sitzt. Außenseiter sind zudem Matthias Lambert, Büroleiter und Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes 3. Und Anja Vorspel, die Ratsfrau und Verkehrsexpertin der Linken.