Waffenverbot in Düsseldorf: So laufen die Kontrollen

Messer-Kontrollen : Waffenverbot im Düsseldorfer Hauptbahnhof: So kontrolliert die Polizei

Erstmals gilt im Hauptbahnhof in Düsseldorf ein Waffenverbot. Schon am ersten Abend kassiert die Polizei mehrere Messer ein. Die Beamten testen dabei eine neue Methode.

Nach Tests in Dortmund und Köln hat die Bundespolizei zum ersten Mal im Düsseldorfer Hauptbahnhof am Wochenende eine sogenannte Waffenverbotszone eingerichtet. Bereits am Freitagabend sind zwischen 18 und 6 Uhr zahlreiche Menschen im Bahnhof kontrolliert worden.

Die Beamten haben unter anderem vier Messer sichergestellt, erklärte Dajana Burmann, Sprecherin der Bundespolizei, gegenüber unserer Redaktion. Darunter seien auch ein durch das Waffengesetz verbotenes „Einhandmesser“ und zwei Taschenmesser gewesen. Außerdem seien Betäubungsmittel gefunden worden.

Im Gegensatz zu den bisher eingerichteten Waffenverbotszonen in NRW testet die Polizei in Düsseldorf eine Methode mit sogenannten Kontrollstellen. So wurden Reisende, die am Freitag an den S-Bahnsteigen in Düsseldorf ausstiegen, beispielsweise gesammelt durch den Nordtunnel im Hauptbahnhof geführt, erklärte Burmann weiter. Die Kontrollen seien dann stichprobenartig abgelaufen. Dazu seien die Reisenden einzeln hinter mobile Aufstellwände geführt worden.

Zusätzlich werden auch am Samstagabend wieder verstärkt Polizisten im Bahnhof Streife laufen. Die Kontrollen seien dabei bewusst auf die Abend- und Nachtstunden des Wochenendes gelegt worden. „50 Prozent der Straftaten passieren zu diesen Zeiten“, sagt Dajana Burmann.

Die Reaktionen der kontrollierten Reisenden seien bisher meist positiv gewesen, so die Polizeisprecherin. Außer natürlich bei Personen, die etwas zu verstecken hatten.

Die Waffenverbotszone gilt noch von Samstag, 18 Uhr bis Sonntag, 6 Uhr.

(pasch)