Vortrag in Düsseldorf: Das Gold der Bundesbank

3374 Tonnen wiegt der zweitgrößte Goldschatz der Welt — über seine Geschichte und Bedeutung spricht ein Vorstandsmitglied.

Vortrag in Düsseldorf: Das Gold der Bundesbank
Foto: dpa

Düsseldorf. Gold übt seit jeher eine große Faszination auf die Menschen aus. Und auch als Wertanlage hat das Edelmetall bis heute einen ungebrochen hohen Stellenwert. Das gilt nicht nu für Privatpersonen, sondern auch für Länder: Der Goldbestand der Deutschen Bundesbank ist der zweitgrößte der Notenbanken weltweit. Das sind nur einige Gründe, warum es auch ein entsprechend hohes Interesse der Öffentlichkeit an den Goldreserven gibt, so die Zentralbank. Sie bietet deshalb am Mittwochabend um 18 Uhr in der Hauptverwaltung Nordrhein-Westfalen, Berliner Allee 14, allen Interessierten einen Vortrag mit dem Titel „Die deutschen Goldreserven“ an. Die veranstaltung ist kostenfrei, um eine Anmeldung wird gebeten unter Telefon 8742213 oder per Mail: [email protected]

Vortrag in Düsseldorf: Das Gold der Bundesbank
Foto: Bundesbank

3374 Tonnen schwer ist der deutsche Goldbestand bei der Bundesbank derzeit. In dem Vortrag soll es auch darum gehen, wie es überhaupt zu einem so beachtlichen Goldschatz gekommen ist und welche Funktion er hat. Referent ist Johannes Beermann, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank, die ihren Hauptsitz in Frankfurt hat. Er will die Rolle des Goldes als Teil der Währungsreserven näher betrachten. Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen zum Thema zu stellen.

Die Goldreserven der Bundesbank waren zuletzt immer wieder im Gespräch, wenn es darum ging, deutsches Gold aus dem Ausland ins Inland zu holen. Der August des vergangenen Jahres war dabei ein wichtiger Meilenstein: Drei Jahre schneller als vorgesehen hatte die Notenbank die 2013 beschlossene und eigentlich bis 2020 geplante Verlagerung von Gold aus New York, London und Paris nach Frankfurt abgeschlossen. Damit liegen 50,6 Prozent des deutschen Goldschatzes in den Kellertresoren der Bundesbank in Frankfurt. Das deutsche Gold in New York, London und Paris war zwischen 1951 und Anfang der siebziger Jahre durch den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands angehäuft worden. Damals wurden die hohen Leistungsbilanzüberschüsse in Form von Gold bezahlt. Wegen des Ost-West-Konflikts wurde das Gold nicht nach Deutschland geholt, sondern bei den jeweiligen Notenbanken weit weg vom Eisernen Vorhang gelagert. Derzeit ist der deutsche Goldschatz etwa 117 Milliarden Euro wert. nel/dpa