Vier Tipps für richtig gute chinesische Küche

Gastronomie : Vier Tipps für richtig gute chinesische Küche

Diesmal hat sich unsere Redaktion ganz subjektiv mit dieser Form der asiatischen Küche beschäftigt. Vom klassischen Kanton-Chinesen mit Enten über der Theke über einen Glas-Palast mit runden Tischen bis zum Carlsplatz-Imbiss, wo ausschließlich nach Familienrezepten gekocht wird. Alles ist garantiert lecker.

Essen – das müssen wir alle, noch besser aber ist es, wenn wir es gerne tun und es richtig gut schmeckt. Deshalb widmet unsere Redaktion sich subjektiven Restaurant-Empfehlungen unter unterschiedlichen Gesichtspunkten. Dieses Mal: Restaurants mit gutem chinesischen Essen.

Wer abends im „Dim Sum Gourmet“ essen geht, war vorher oft im Metropol-Programmkino oder geht anschließend noch dorthin. Beide Institutionen liegen nur ein paar Meter voneinander entfernt an der Brunnenstraße in Bilk, allerdings auf verschiedenen Straßenseiten. Hier ist die asiatische Küche Trumpf, es gibt auch thailändische und japanische Gerichte. Aber eigentlich ist Dim Sum ein klassischer Kanton-Chinese mit Enten fürs Pekingenten-Menü, die in Reih und Glied über der Theke hängen. Im relativ kleinen Gastraum serviert ein freundliches Service-Team aber natürlich auch gerne die namensgebenden Dim Sum selbst (kleine Gerichte, oft gedämpft oder frittiert), etwa „Kristallbällchen“ mit Spinat und Schweinefleisch oder Garnelenbällchen. Gedämpfter Wan Tan mit Schweinefleischfüllung oder gedämpfte Rinderklöße auf Spinat (alle zwischen vier und 5,50 Euro). Etwas gewöhnungsbedürftig ist der (natürlich gedämpfte) Hefeteig mit Schweinefleischfüllung, und auch die gedämpften Hühnerfüße für 5,50 Euro sind nicht jedermanns Geschmack. Da ist nur nicht so viel dran . . . li

Dim Sum Gourmet, Brunnenstraße 13, Tel. 1795199, Öffnungszeiten: Di-so 12-14.30 und 17.30-22.30 Uhr.

Tao China Bistro Es ist eine alte Weisheit, einen Blick darauf zu werfen, welches Restaurant die Menschen, die mit der Küche eines Landes vertraut sind, in der Ferne aussuchen. In den chinesischen Restaurants in Düsseldorf ist dies zum Beispiel im Tao China Bistro der Fall, das ein bisschen versteckt in Derendorf liegt. Die Freude der Kenner gründet wesentlich darauf, dass die Gerichte dort authentisch zubereitet und serviert werden. Dazu zählen rund 50 hausgemachte Dim Sum (guter Einstieg und Dauer-Favorit: chinesische Reibekuchen) sowie Reisnudelrollen, gegrillte und kantonesische Spezialitäten (ein ungewöhnlicher Liebling: scharfes Tofu mit Rindfleisch).  che

Tao China Bistro, Collenbachstraße 73, Telefon 0211 20030581, geöffnet: dienstags bis sonntags 14 bis 23.30 Uhr

China Hann Wer das Restaurant Chi na Hann an der Niederrheinstraße in Lohausen zum ersten Mal betritt, der staunt über das erstaunliche Ambiente. Das Mobiliar in dem riesigen Glas-Palast ist außergewöhnlich, teilweise sitzen die Gäste an großen, runden Tischen. Erstaunlich ist auch das Buffet, das zu dem Üppigsten gehört, was in Düsseldorf zu finden ist. Neben chinesischen Gerichten wird auch japanische und mongolische Küche angeboten. Dazu gehören 20  verschiedene asiatische Speisen mit und ohne Fleisch, eine große Auswahl an Suppen, Vorspeisen und Sushi, jede Menge Meeresfrüchte wie Tintenfisch, Garnelen oder Miesmuscheln. Grillgerichte kann man sich frisch zubereiten lassen. Wer da nichts findet, ist selbst schuld. Dazu wird übrigens noch ein kaltes, gut gezapftes Pils serviert, was in einem chinesischen Restaurant nicht selbstverständlich ist. Die Preise für da Buffet reichen von 9,90 Euro (mittags von 11.30 bis 14 Uhr) bis zum Luxus-Buffet für 17,90 Euro (freitags bis sonntags von 11.30 bis 21.30 Uhr).

China Hann, Niederrheinstraße 211,  Telefon 6585 4388,  Öffnungszeiten  mo. bis sa. 11.30 bis 15 Uhr und 17.30 bis 23 Uhr, so. 11.30 bis 23 Uhr.

Furusato Vergessen Sie alles, was sie an asiatischer Küche erlebt haben, wenn sie den chinesisch-japanischen Imbiss von Chen Sun auf dem Carlsplatz betreten. Denn hier schmeckt alles irgendwie anders. Das hat einen guten Grund. „Wir machen alle Gerichte nach alten Familienrezepten“, erklärt der gebürtige Chinese, der 30 Jahre lang in Japan gelebt hat. Das fängt beim Reis an: „Fast überall wird thailändischer Reis serviert. Aber wir wollten alle Gerichte so original wie möglich machen. Darum bestelle ich einen speziellen japanischen Reis, der aus Italien kommt.“ Und was nicht eingekauft wird, macht Chen Sun am liebsten selbst und frisch wie die aisiatischen Nudeln. Längst hat der 50-Jährige sich eine Fan-Gemeinde erobert, zum Beispiel für sein Japanisches Curry mit Rindfleisch für 9,80 Euro, das es lange nur dienstags gab: „Das ist aber nachmittags immer ausverkauft Jetzt machen wir das auch samstags.“ si

Furusato, Carlsplatz, mo. bis fr. von 9.30 bis 18 Uhr, sa. von 9.30 bis 16 Uhr.