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Video: Pokémon: Stadt räumt Girardet-Brücke frei

Video: Pokémon: Stadt räumt Girardet-Brücke frei

Bänke und Sperren werden ab-, Zelte für Gourmet-Festival aufgebaut.

Düsseldorf. Ab Mittwoch wird es eng für die Pokémon-Spieler auf der Girardet-Brücke. Wie bereits von der Stadt angekündigt, soll die Straße ab Ende der Ferien nicht mehr gesperrt werden. Die letzte Sperrung sollte nun in der Nacht zu Mittwoch aufgehoben werden. Zudem kündigte die Stadt an, dass am frühen Vormittag das Gartenamt die Bänke zurück an die Kö stellt und die Awista die mobilen Toilettenhäuschen und zusätzlichen Müllbehälter abtransportiert. Ein Grund: „Die Zahl der Beschweren, ob von Lieferanten oder Rollstuhlfahrern, hat deutlich zugenommen, da sie die Brücke nicht mehr ungehindert passieren können“, sagt Stadtsprecher Volker Paulat.

Zudem macht die Stadt den Weg für das Gourmet-Festival frei. Ab Mittwoch bauen auf der Girardet-Brücke teilnehmende Gastronomen vier Zelte samt Tischen und Stühlen auf. Das Hausrecht liegt dann beim Veranstalter, der die Fläche von der Stadt gemietet hat. Chef Frank Hartmann sagt: „Wir setzen auf Kooperation und wollen keinen körperlichen Zwang ausüben.“ Jeder Spieler sei zudem eingeladen, etwas zu konsumieren. „Wer das jedoch nicht tut, wird wie in jeder Gastronomie gebeten zu gehen.“

Auch das Ordnungsamt wird ein Auge auf die Brücke haben. „Wir setzen aber auf die Einsicht der Spieler. Das Ordnungsamt wird mit Fingerspitzengefühl vorgehen und das Gespräch suchen, etwa wenn Bänke zurück auf die Brücke getragen werden“, sagt Paulat.

Der Spieleentwickler hat unterdessen noch nicht auf die Bitte der Stadt geantwortet, drei der vier im Spiel an der Brücke verorteten Pokéstops abzuschalten.

Die Spieler reagierten ganz unterschiedlich auf die Ankündigungen von Stadt und Veranstalter des Gourmet-Festivals. Christian Maaßen (30) will weiter zur Brücke kommen und sich eher am Rand positionieren. Auch Frederik Bootz (19) glaubt nicht, dass sich die Spieler abhalten lassen. „Das könnte richtig eng werden.“

Andere wie Yannik (17) oder Kevin (14) wollen sich nach alternativen Spiel-Orten umschauen. Zumal die beiden ab Mittwoch sowieso erstmal wieder in die Schule gehen müssten.